Ins Westeis

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Was für ein Buch. Was für eine Welt. Intensiv. Gnadenlos. Brutal. Abstoßend. Und doch: Lesenswert. Weil spannend, und aufrüttelnd. Es geht hier um Zweierlei. Einmal die Arroganz und Brutalität der Menschen den Tieren dieser Erde gegenüber. Und einmal der Psychoterror im winzigen Kosmos an Bord eines Schiffes, der Gewalt von Männern gegenüber einer Frau. Beides keine schönen Themen, aber beide hoch aktuell und packend. So einfach lesen und vergessen wird man dieses Buch jedenfalls nicht können.

Dies ist die Storyline: Eine junge Tierärztin geht in Tromsö an Bord eines Robbenfängers, um die Fangmethoden im Grönländischen Eis zu überwachen, einen Bericht über die Einhaltung der strengen Vorschriften bei der Robbenjagd zu verfassen. Nun ja. Klar ist dies: Die Robbenjagd an sich ist ein Skandal. Und von den schönen Vorschriften bleibt an Bord und während der Jagd nichts, aber auch rein gar nichts über: Dies ist auch eine Geschichte von Blutrausch und Verrohung und Gier. Ziemlich klar auch, dass die Ärztin bei den Männern nicht gerade beliebt ist und entsprechend behandelt wird. Als sie zurück kommt – immerhin, ist man versucht zu sagen – steht sie unter Schock und kann nur noch bruchstückhaft berichten.

So ist auch das Buch geschrieben und das macht es so intensiv und eindringlich. Das, und die makellose Sprache, stark und klar vor allem auch in den bemerkenswerten Naturbeschreibungen. Und es gibt sogar noch so etwas, wie ein Happy End. Stark! Unbedingt lesen!


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Ins Westeis - Literaturboot - Abenteuer & Fernweh, Buchkritiken, Empfehlung

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