L’Auberlac’h, Rade de Brest: Le Tapecul

L’Auberlac’h, Rade de Brest: Le Tapecul - LiteraturbootDas kleine Dorf L’Auberlac’h an der Rade de Brest hat nicht viel, aber wesentliches zu bieten. Nämlich eine sehr nette, freundliche Bar direkt am Wasser und nur wenige Schritte vom Dinghianleger hinter der hohen Hafenmole, sowie einen sehr geschützten (außer bei Südwest) und idyllischen Ankerplatz mit genug Wasser, wo auch größere Yachten mit entsprechend Tiefgang bei Niedrigwasser schwimmen bleiben – was wahrhaftig keine Selbstverständlichkeit in dieser wilden, romantischen Bretagne ist. L’Auberlac’h liegt in dem großen Naturhafen der Rade de Brest, nur wenige Meilen von den zwei großen Marinas der Stadt, Le Chateau und Moulin Blanc, entfernt. Und doch fühlt man sich hier ganz entrückt und entschleunigt, was sicher auch am nicht vorhandenen Digitalnetz liegt…

L’Auberlac’h, Rade de Brest: Le Tapecul - Literaturboot

Le Tapecul ist hier stellvertretend genannt für so viele schöne, freundliche Bars überall am Wasser. Es könnte, wäre man auf der anderen Seite des Ärmelkanals, eine nette „Country Pub“ sein. Mit dem wesentlichen Unterschied, dass es hier statt warmen Bier herrliche kalte Rosé und Weißweine gibt. Und abends ein festgelegtes Menu, regional und frisch, oft sind es die hier typischen und immer köstlichen Moules Frites. Geöffnet hat die Bar von Mittwoch bis Sonntag, zum Abendessen sollte man sich lieber anmelden, denn die Tische sind schnell vergeben – Telefon 02 98 40 54 04. Und das am besten, solange man noch im Telefonnetz ist! Ansonsten bleibt eben nur, schon mal mittags vorbei zu schauen und einen Platz für den Abend zu reservieren.

L’Auberlac’h, Rade de Brest: Le Tapecul - Literaturboot

Ein echter Geheimtipp ist das Makrorevier der Rade de Brest an sich. An diesem Naturhafen befinden sich einige schöne kleine Dörfer, viele mit bei Niedrigwasser trockenfallenden Häfen und Mooringbojen oder Ankermöglichkeiten etwas weiter draußen, je nach Lage und Wassertiefe. Falls das Wetter draußen vor Finisterre wieder einmal heftig und unwirtlich ist, kann man hier sehr gut einige Tage lang ein Alternativprogramm starten, in vergleichsweise geschütztem Gewässer. Und wer sich mit der auflaufenden Flut den Fluss Aulne hinauf traut, kommt an eine Schleuse und danach in das idyllische Kaff Port Launay oder die Provinzstadt Chateaulin. Machbar bis zwei Meter Tiefgang oder sogar etwas mehr, wenn man die Nerven dazu hat – der Fluss ist weiter aufwärts unbezeichnet und auch außerhalb der gängigen Seekarten, man hält sich halt in der Flussmitte und in den Außenkurven.

Gemütliche Hafenbars und nette Restaurants jedenfalls finden sich hier eigentlich überall.

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