Wunderbare Bretagne! Klar, dass diese so reiche Region – reich an Historie, Kultur, Kulinarik und natürlich wilder Natur – auch Inspiration für Schriftsteller aller Couleur ist, von Krimis bis zu klassischer Literatur. Und in diesem Sommer (2026) segele ich wieder einmal hier und genieße das wunderbare bretonische Leben an Bord und in den Häfen, auf den Inseln und in den Ankerbuchten dieses absoluten Traumreviers. Da dürfen natürlich die Hinweise auf „bretonische Bücher“ nicht fehlen.

Alors et voilà, hier geht es zu den Bretagnebüchern:
Für Krimifans ein Muss ist die immer noch wachsende Reihe um den Kommissar Dupin, der neueste Band „Bretonischer Glanz“ hat sein Setting ausgerechnet in Roscoff, wo ich immer wieder gerne mit meinem Boot bin – leider in der modernen Marina und nicht im idyllischen, aber bei Ebbe trockenfallenden alten Stadthafen. Mehr zu dem Buch direkt hier.
Ein literarischer Klassiker des Krimigenres ist natürlich der Kommissar Maigret, erschaffen von Georges Simenon (der übrigens, wie ich auch, am liebsten an Bord seines Bootes schrieb). Der Band „Maigret und der gelbe Hund“, 1931 erstmals erschienen, spielt in Concaneau in der Südbretagne und wird von vielen Krimikennern als eine wichtige Inspiration für die eben erwähnte Dupin-Reihe angesehen.
Nicht zu vergessen natürlich meinen eigenen Segelkrimi, der ebenfalls einen zentralen Schauplatz in der Bretagne, genauer im Morbihan, hat: Gefährliche Gezeiten. Mehr ein halb-historischer Segelroman denn ein reiner Krimi, der durch spannende Familiendramen den Bogen spannt von Flensburg im Jahre 1945 bis heute – Auslöser für die Ermittlungen des segelnden „Yachtdetektivs“ Fabian Timpe ist eine brennende Yacht aus den 1930er Jahren, die eigentlich auf einer kleinen aber feinen Holzbootswerft in der Bretagne restauriert werden sollte. Hier geht es direkt zum Buch.
Auch die Krimis um die Ermittlerin Sandrine Perrot, verfasst von Christophe Villain (wobei es sich, wie es nicht schwer zu erraten ist, natürlich um ein Pseudonym handelt – ebenso wie bei seinem bekannteren Kollegen, „Jean-Luc Bannalec“), haben ihren Schauplatz oft in der (Nord)Bretagne, wie in diesem Fall, die „Tödliche Überfahrt“, der uns von Saint Malo bis nach Guernsey in die Kanalinseln führt. Hier geht es zum Buch.
Wer hingegen kein Krimifan ist, freut sich vielleicht über diese Titel:
Eine charmante wie zutiefst bewegende Geschichte über Freundschaft, Verlust und Neuanfang ist diese Geschichte, die so nur in der Bretagne spielen kann: „Das zweite Leben des Monsieur Moustier“ vermittelt auch die wunderbare Einsicht, dass es nie zu spät ist für ein neues Leben.
In Deutschland ein Bestseller, in Frankreich selbst zunächst weniger erfolgreich war der 1988 erschienene Roman „Salz auf unserer Haut“ – erst, als der freizügige und romantische Roman über eine tiefe Amour Fou als Skandalbuch verteufelt wurde, gelangte die Autorin Benoite Groult zu allgemeiner Bekanntheit und ließ sie mit ihren weiteren Veröffentlichungen europaweit als bedeutende Feministin Anerkennung finden. „Salz auf unserer Haut“ ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Leidenschaft zwischen einer Pariser Intellektuellen und einem bodenständigen bretonischen Fischer. 1992 wurde der Roman von Andrew Birkin verfilmt; einer der Produzenten war Bernd Eichinger.
Die „Vatertage“ von Anne Berest handelt von der bretonischen Familie des Vaters und ist Teil ihrer umfangreichen Familiensaga. Wie schon in „Die Postkarte“ vermischt sich die private mit der ‚großen‘ Geschichte, von der Gründung der ersten Bauerngenossenschaften bis zum Mai 1968, von der deutschen Besatzung eines Dorfes im Léon bis zur Zerstörung der Stadt Brest. In der ich, während ich diesen Beitrag schreibe, übrigens gerade mit meinem Boot liege (in der Marina Moulin Blanc).










