Der Lenz isst da

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Dieser Beitrag erschien zuerst in einer Kolumne von Detlef Jens im Magazin „Segel Journal“, als es das noch gab. Und als Siegfried Lenz noch lebte. 

Die Region um Flensburg und beiderseits entlang der Flensburger Förde habe ich schon immer geliebt. Es gibt kaum ein schöneres Segelrevier als diese Förde und die sich daran anschließenden, zauberhaften Gewässer zwischen den kleinen Inseln Dänemarks. Auch die Stadt Flensburg hat sich über die Jahre gemacht. Und mittlerweile kann man hier sogar auch ganz gut essen.

Das war ja nicht immer so. Siegfried Lenz, der eine Dänin geheiratet hat und hier lebt, schrieb einst über seinen Kummer mit »Jütländischen Kaffeetafeln«. Dann sah man ihn aber auch im Restaurant

von Christian Bind in Sønderhav die hohe Küche genießen.

Das Bemerkenswerte daran ist, dass Lenz damit genau jene Entwicklung nachvollzieht, über die ich mich auch so sehr freue. Aus dem einstigen kulinarischen Katastrophengebiet Dänemark (und Norddeutschland) ist ein Revier für Genießer und Kenner geworden. Bind, der sein elegantes Restaurant erst vor kurzem eröffnete aber ebenfalls schon lange dabei ist, wurde bereits andernorts mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Darf ich Sie zitieren, hochverehrter Herr Lenz? Erinnern wir uns mit Ihrer Hilfe an die erdrückenden Ernährungsgewohnheiten der frühen Jahre. Fett, kalorienreich und vitaminarm sollte es sein, so schien jedenfalls das Credo der Köche und Hausfrauen. Nachdem Sie und Ihre Frau schon reichlich gemästet waren an jener Kaffeetafel, passierte dies: »Doch kaum hatte ich mich zurückgelehnt, als ein Hügel von kränklicher Weiße gebieterisch auf mich zuschwebte, ein Gletscher, bedeckt mit bräunlichem Moränenschutt, waghalsig verziert mit Kirs…

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