Traumtänzer

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

“You can’t judge a book by its cover”, heißt es ja so schön. Und obwohl man das ja eher im übertragenen Sinne als wörtlich nehmen soll, muss ich letzteres hier dann doch mal tun. Das Cover von dem Segelroman „Traumtänzer“ ist für meinen Geschmack alles andere als attraktiv… und es wird dem Inhalt daher nicht gerecht, das schon einmal vorweg. Lassen Sei sich also davon nicht abschrecken. Denn am Ende ist es ein klasse Buch, schon alleine, weil wirklich authentische Seglerromane ja auch extrem selten sind.

Dies ist die tragische Geschichte eines gescheiterten (Segler)lebens, die stellenweise etwas langatmig erzählt wird und erst so im letzten Drittel wirklich spannend wird. Viele offensichtlich akribisch recherchierte, detailverliebte Beschreibungen vor allem zu Anfang machen den Einstieg in das Buch nicht leicht, ein professionelles Lektorat hätte da viel straffen und kürzen können. Das aber hat es, in diesem self-publishing Verlag, offenbar nicht gegeben. So bleibt einem, immer mal wieder einige Seiten zu überblättern oder schräg diagonal zu „scannen“.

Dennoch, und das macht die inhaltliche Qualität des Buches aus, will man irgendwann wirklich mehr wissen über das weitere Schicksal des Protagonisten. Wobei einem dieser Kerl auch nicht wirklich ans Herz wachsen kann, oft ist er einfach unsympathisch und benimmt sich ziemlich daneben, und oft ist der weitere Verlauf der Geschichte auch allzu absehbar.

Das allerdings spürt man: Dieses Buch ist mit Herzblut geschrieben. Und es gibt einen guten Eindruck und Einblick von Teilen einer Szene von Langzeitseglern, wie es sie ja tatsächlich gegeben hat. So kann man sich gut vorstellen, dass auch das hier beschriebene Schicksal so, oder sehr ähnlich, irgendwann und irgendwo auch tatsächlich stattgefunden haben kann. Vielleicht auch mehr als einmal…

Fazit: Trotz meiner leichten Einwände kann ich den „Traumtänzer“ wirklich empfehlen. SeglerInnen, und von denen vor allem solche die den einen oder anderen Schauplatz vielleicht aus eigenem Erleben kennen, dürften das Buch gerne lesen. Von einem geplanten Langtörn oder Aufbruch ins Abenteuer sollte man sich davon indes nicht abhalten lassen; denn zum Glück überwiegt bei weitem eine ganz andere Szene – die der lebensfrohen, hilfsbereiten und glücklichen Liveaboards, ganz ohne dunkle kriminelle Machenschaften…

Sie können das Buch gleich hier bei Bücher.de bestellen. Unkompliziert und portofrei. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Mini Transat: Held über Nacht

Wie ist es wirklich, an der Mini Transat teilzunehmen? Was treibt einen dazu an, mit einem nur 6,50 Meter kurzen Boot unter Regattabedingungen von Frankreich über die Kanaren nach Guadeloupe in der Karibik zu segeln? Wie Wahnsinnig muss man sein, um das auf sich zu nehmen? Diese Fragen werden hier

Für den Sommer: Yachtkrimis auch als E-books

Diese E-books passen auf jedes Schiff und in jedes Reisegepäck – als ideale Sommerlektüre an Bord oder am Strand… ! Das ist die beste Sommerlektüre für alle SeglerInnen und Bootsbegeisterte: Drei spannende Segelromane und Yachtkrimis um den an Bord seiner Segelyacht lebenden Genießer und Lebenskünstler Fabian Timpe. Im Gegensatz zu

Ann Rosman: Das Totenhaus

Das schöne, unbeschwerte, beliebte Seglerziel Marstrand, an der Westküste Schwedens nicht weit von Göteborg, hat auch seine dunklen Seiten. Jedenfalls in den Krimis von Ann Rosman, die dort mit ihrer Familie wohnt und arbeitet. Ihre Krimis sind spannend, sie vermitteln viel von der Gegend dort und auch von der lokalen