Segeln mit Huhn

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Das ist mir in all den Jahren noch nicht passiert. Da hat man das eine Buch, ja, leider gerade etwas „zerrissen“ („Seefahrt mit Huhn“) – und dann taucht es plötzlich als leicht abgewandelter Titel wieder auf. Gut, anderer Verlag, andere Übersetzung, andere Aufmachung. Aber: Gleicher Autor, gleiche Reise, gleiche Probleme.

Und so muss ich mich hier mehr oder weniger wiederholen. Tolle Reise. Von der Bretagne nach St. Barth (Karibik), dann in den Norden zum Überwintern im Eis in Grönland, den Sommer darauf durch die Nordwestpassage, dann, nach Alaska und BC,  von San Francisco wieder gen Süden und das auch wieder extrem, bis Deception Island kurz vor der Antarktis und schließlich über Südgeorgien, Kapstadt, Sankt Helena, Südamerika zurück in die Bretagne.

Kann man das alles in einem Bilderbuch von nur 204 Seiten rüberbringen?

Die Texte sind in diesem Buch deutlich kürzer und weniger, als in dem Taschenbuch „Seefahrt mit Huhn“. Da die Texte leider rundweg schwach sind, ist das nicht weiter schlimm. Dafür erfreuen wir und hier, in „Segeln mit Huhn“, an vielen und oft wirklich tollen Fotos. Die krassen Übersetzungsfehler, die das Leseerlebnis bei der „Seefahrt mit Huhn“ noch so sehr getrübt haben, sind hier glücklicherweise nicht mehr vorhanden. Aber irgendwie fehlt dem Text etwas, ein je ne sais quoi, etwas Substanz, vielleicht. Ein wenig reflektierter hätte der junge Mann schon schreiben können, zumal über eine so außergewöhnliche Reise. Das alles im schlichten Tonfall abzutun, in der vielleicht auch eine Klassenfahrt hätte beschrieben werden können (obwohl – die Beschreibung einer Klassenfahrt könnte ja auch großartig geraten) ist wirklich schade.

So bleibt die wirkliche Begeisterung für die Reise und für das Buch irgendwo auf der Strecke. Zumal man sich angesichts der teils wirklich entwaffnenden Blauäugigkeit des  Autors wirklich fragen muss, ob das denn alles nötig gewesen wäre. Am Ende ist man als LeserIn wie der Autor wohl auch selbst überzeugt: Ausschließlich seinem Optimismus, seinem positiven Denken und einer ganzen Schar von Schutzengeln ist es zu verdanken, dass er das alles überlebt und unbeschadet überstanden hat.

Ansonsten: Segeln mit Huhn. Ganz originell, immer frische Eier an Bord. Und eine gefiederte „Notration“… Und, wie gesagt, schöne Fotos.

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