Austern: Die Medizin für gestrandete See-Leute

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Einmal lebte ich in Frankreich, in den Bergen, weitab vom Meer. Im Winter ging das alles einigermaßen gut, damals mochte ich noch Schnee und Ski und all das und wusste noch nicht, wie schön das Segeln im Winter sein kann. Aber als sich dann die ersten Anzeichen vom Frühling zeigten, wuchs meine Sehnsucht. Nach dem Meer! Aber ich war ja in Frankreich, eine sofortige Linderung also möglich. Austern! Selbst in diesem Bergdorf gab es ein Restaurant, welches die berühmten „Plateau des Fruits de Mer“ servierte: Schnecken, Muscheln und – Austern. Alles frisch, kalt, auf einem Bett aus gestoßenem Eis. Letztere konnte ich auch einzeln bestellen, ohne Schnecken und Muscheln, dafür Dutzendweise.

Und natürlich half es. Austern helfen immer. Sich die Essenz der See auf der Zunge zergehen lassen – schon nach

den ersten paar Schalentierchen war ich gefühlt wieder am Atlantik. Wie Wunderbar war das. Und auch dies: Endlich einmal ein kulinarischer Trost, der auch noch gesund ist. Ohne Kalorien, dafür mit umso mehr Vitaminen und Zink. Dass die Auster Erkältungen vorbeugt, dürfte gesichert sein. Dass die Auster auch in anderer Hinsicht wahre Zauberkräfte verleiht, wirkt dagegen vielleicht eher nur bei dem, der fest daran glaubt.

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