Heimatlos in Kappeln

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Kappeln hat ja irgendwie etwas. Ich mag den Stadthafen, die Besucherplätze direkt an der Pier, an der Meile, sozusagen. Dort liegt man mitten im Geschehen, das hat fast schon etwas vom Süden. Restaurants und Läden an Land, vorm Bug tummeln sich die Touristen und Besucher und auch der eine oder andere Eingeborene.

Leider haben wir einen Verlust zu vermelden. Meine Lieblingskneipe, nicht nur meine, die „Hafenheimat“ gibt es nicht mehr. Es war wohl zu schön, um hier in Kappeln wahr zu sein, jedenfalls auf Dauer. Schade ist es allemal. Tolles Ambiente, gute Küche, beste Weine. Das muss erstmal jemand anderes hier nachmachen.

Neuer Tipp: Das „Tauwerk“

Zum Glück konnte uns, als wir neulich hier anlegten, die ehemalige Inhaberin der „Hafenheimat“, Hella, einen guten Tipp geben. Wir sollten doch ins „Tauwerk“ gehen, dem Clubheim des örtlichen Segelclubs, mit einem öffentlichen Restaurant. Nicht an der Meile direkt vor unserem Bug gelegen, sondern weiter Schlei-aufwärts, kurz hinter der Klappbrücke, nur ein wirklich kurzer Spaziergang von den Liegeplätzen entfernt. Übrigens könnte man auch durch die Brücke fahren und im Clubhafen direkt vor dem „Tauwerk“ festmachen.

Heimatlos in Kappeln - Literaturboot - Blog

Um es kurz zu machen, das „Tauwerk“ ist in Ordnung. Angenehm, mit zwar einigermaßen bürgerlicher, aber auch nicht zu spießiger Küche guter Qualität zu fairen Preisen. Und sie haben dort in Konzept, das sympathisch klingt. Hier soll jungen Menschen die Arbeit in der Gastronomie nahegebracht werden. Um ihnen vielleicht eine Perspektive zu bieten, wenigstens für einen Nebenjob: „Durch die Arbeit in der Gastronomie können Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen und eigenständig zu arbeiten. Zusätzlich verdienen sie Geld, welches zum Beispiel als Starthilfe für ein selbstständiges Leben oder für den Führerschein dienen kann“, heißt es. Idealerweise soll es jedoch dazu führen, dass sich mehr junge Menschen für einen Beruf in der Gastronomie entscheiden, denn der Mangel an Fachkräften ist merkbar.

Der Service, das sei gleich geklärt, ist hier ausgezeichnet. Geöffnet hat das Restaurant mit Biergarten Dienstag bis Sonntag von 12 bis 22 Uhr (Küche bis 21 Uhr). Telefon für Tischreservierungen: 04642 2158. Tauwerk-asc.de

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Die nördliche Bretagne: Cidre, Crêpes und Calvados

Ein Törn in der nördlichen Bretage ist eine Herausforderung an den Segler, aber auch ein Fest für die Sinne. Sooo viele Steine, klagt David. Er ist ein Bekannter aus London und war mit seiner Freundin nach Frankreich gekommen, um mit uns gemeinsam in der Bretagne zu segeln. Um ihn auf

Sonderburg: Der Kir auf der Pier

Sonderburg, auf Dänisch Sønderborg, macht sich. Irgendwie nett war die kleine Stadt am Eingang zum Alsensund ja schon immer, mit dem Stadthafen vor der alten Klappbrücke. Seit einigen Jahren aber schon und jetzt noch einmal mit einem deutlichen Sprung wirkt die Stadt plötzlich auf anregende Weise modern, gar ein wenig

Das Beibootkonzert in Wesel

Das Beibootkonzert 2 Ja, wie cool ist das denn. Ein Hafenkonzert der etwas anderen Art. Unter freiem Himmel, na klar, an Bord zahlreicher Boote. Ein Musiker, der mit seiner Freundin aufs Boot zieht und der ursprünglich nur ein paar Menschen an Bord einladen wollte, um zu spielen. Phil Vetter heißt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Digitale Empfehlungen