Das Haus, das in den Wellen verschwand

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Ein schöner Segel-Sommerthriller: Das Haus, das in den Wellen verschwand. Die zwei jungen Engländerinnen Lana und Kitty sind auf Weltreise und in den Philippinen steigen sie auf einer Yacht mit ein. Soweit nichts Aufregendes, also. Aber die beiden, die ja immerhin die Welt kennenlernen wollten, lernen hier Dinge kennen, die sie dann doch aus der Bahn werfen. Anfangs ist das Dasein auf der Yacht in tropischen Gewässern ein Traum, doch bald ändert sich die Lage, zunächst subtil, bald immer deutlicher. Es geht um die verschiedenen Persönlichkeiten an Bord und darum, dass jeder seine eigenen Probleme und Geschichte mit sich herumschleppt, was sich dann irgendwann wie Gift auf die Gruppe an Bord auswirkt. Die Freundschaft der beiden Mädchen jedenfalls scheitert in dieser Umgebung, während die Protagonistin immer verzweifelter versucht, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Klar, dass in solch einem Mikrokosmos an Bord die Probleme einzelner schwerer wiegen, klar auch, dass hier vieles von dem, was Jahre oder Jahrzehntelang unter irgendwelche Teppiche gekehrt wurde, umso deutlich zutage tritt. Das kennt man doch eigentlich: Nirgends lernt man sich besser kennen, als an Bord einer Yacht, die unterwegs in ihrer eigenen Welt quasi ist. Ein altes Thema also, aber hier wurde es einigermaßen spannend verarbeitet. Und das auch noch ganz ohne Blutbad oder sonstigen physischen Horror. Lana jedenfalls schafft den Ausstieg von Bord und erfährt dann, dass das Schiff vor einer entfernten Küste gesunken sein soll. Und hier geht es mittenrein in die Story, die ganz gekonnt auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Kann man gut lesen, vielleicht nicht gerade auf einem längeren Törn mit lauter Fremden an Bord… !


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