Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden

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Ein Hoch auf das Abenteuer! Ein Klassiker, eine einzigartige literarische Schweden-Reise, ein Kinderbuch für alle. »Es war einmal ein Junge. Er war vielleicht vierzehn Jahre alt, lang und schlaksig, mit weißblondem Haar. Viel taugte er nicht: Am liebsten schlief oder aß er, und am zweitliebsten trieb er Unfug.«

Die Geschichte von Nils Holgersson, wer hat sie nicht gelesen oder in den Verfilmungen gesehen? Verwandelt in einen Wichtel, wird der junge Taugenichts auf dem Rücken des weißen Gänserichs Martin zusammen mit den grauen Wildgänsen ganz Schweden erkunden – bis in den Norden Lapplands.

Nils Holgersson, ein Klassiker der Weltliteratur und bereits 1906 von der ersten weiblichen Literaturnobelpreisträgerin als Porträt ihres Landes aus der Vogelperspektive verfasst, ist oft ins Deutsche übertragen worden – in den allermeisten Fällen jedoch gekürzt und bearbeitet. Und die wenigsten der Lagerlöf-Leser wissen, dass eine ungekürzte Ausgabe nur schlecht zugänglich ist und eine gelungene Übersetzung bis heute nicht vorliegt.

Akka von Kebnekaise, der Adler Gorgo oder das Gänsemädchen Asa und der kleine Mats, – diese Figuren von Selma Lagerlöf begleiten uns auf einer Reise durch die schwedischen Provinzen in einem Entwicklungsroman voller Märchen und Legenden – und durchaus aufs Schönste belehrend.

Die neue vollständige Übersetzung von Thomas Steinfeld wird Selma Lagerlöfs Sprache mit ihren Eigentümlichkeiten, dem wunderbaren Schwedisch einer vergangenen Zeit, endlich gerecht. Herausgebracht von dem ebenfalls wunderbaren Verlag „Die Andere Bibliothek“ in liebevoller zauberhafter Ausstattung, mit schönen Zeichnungen, und – in limitierter Auflage. Also, nicht lange warten sondern gleich jetzt bestellen, sonst kann es zu spät sein!

 

Selma Lagerlšf 1923 Foto: Atelje Jaeger, Stockholm

Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf, geboren 1858, arbeitete nach ihrer Ausbildung am Königlichen Höheren Lehrerinnenseminar in Stockholm an der Höheren Lehranstalt für Mädchen in Landskrona (Provins Schonen). Hier schrieb sie ihre ersten Geschichten. Zwei längere Auslandsreisen durch Italien sowie Ägypten und Palästina gaben den Anstoß zu weiteren literarischen Werken. 1906 verfasste sie im Auftrag von Schwedens Allgemeinem Volksschullehrerverband ihr einziges Kinder- und Jugendbuch »Nils Holgersson«.

1909 erhielt Lagerlöf als erste Frau den Literaturnobelpreis, »auf Grund des edlen Idealismus, des Phantasiereichtums und der seelenvollen Darstellung, die ihre Dichtung prägen«, wie es in der Begründung heißt. 1914 wurde sie zum ersten weiblichen Mitglied der Schwedischen Akademie gewählt.

Lagerlöf 1928, © Atelje Jaeger

Mit dem Ersten Weltkrieg zerbrach ihr Weltbild, das vom Traum einer durch die Macht der Liebe verbundenen Gemeinschaft geprägt war. Erst 1922 veröffentlichte Lagerlöf weitere Werke. Sie starb 1940.

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