Blind Date nach Grönland

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Was wir hier vorliegen haben ist ein nüchtern geschriebener Reisebericht. Und ein gutes Buch, denn es ist eine tolle Reise, die hier beschrieben wird, noch dazu mit tollen Fotos garniert. Die Reise ging, in einer Serienyacht von Beneteau, von Oldenburg durch die Nordsee und den Pentland Firth, über den Nordatlantik bis nach Grönland und zurück. 5000 Seemeilen schwierige Gewässer. Schwieriger, so klingt es jedenfalls durch, war zuweilen das Miteinander der beiden Segler an Bord, obwohl sie sich eigentlich gut verstanden und auch harmonische Zeiten erlebten. Daher segelt der Skipper und Autor Bernd Mansholt am Ende denn auch alleine von Grönland zurück – etwas, das er eigentlich so gar nicht vorhatte. Schön zu lesen ist, auch in diesem Zusammenhang – Mansholt hatte seiner Frau versprochen, nicht alleine zu segeln – , wie er es schafft, Familie, Geschäft und Langfahrtsegeln miteinander zu vereinbaren. Und so, wie Bernd Mansholt hier zum Einhandsegler vielleicht nicht unbedingt wider Willen, aber zumindest wider seiner Vernunft wird, so lesen wir hier auch einige ganz gute und grundsätzliche Gedanken über das Alleinsegeln. Schön auch der letzte Satz im Buch. Was sagt ein Weltumsegler, der, nach sechs Jahren Pause, einen abenteuerlichen Drei-Monats-Törn nach Grönland und zurück gemacht hat, nach seiner Rückkehr zu seiner Famile? „Ohne euch hätte ich nur Fernweh.“ Wie gesagt, prima Buch, lesenswert für jeden, der sich für das Seesegeln, für abenteuerliche Törns oder für arktische Gewässer interessiert. Inspirierend, ansteckend: Könnte man eigentlich auch mal machen, könnte man denken…

 

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Eine Antwort

  1. Ja! Tolles Buch, kluger Kopf. Sehr gute Fotos, beeindruckende Weltgegend, schön & klar geschildert, macht Lust hin zu segeln! (was mir bis dahin nie in den Sinn kam 😉

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