Joshua Slocum – Nur Reisen ist Leben

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Man kennt ihn, nur, als ersten Einhand-Weltumsegler. In dieser sehr lesenswerten Biografie jedoch lernt man sehr viel mehr über die Persönlichkeit von Joshua Slocum. Dass er ein herausragender Seemann war, kann man sich denken. Aber seine Familiengeschichte ist ebenso dramatisch wie spannend, sein schneller Aufstieg vom ungelernten (und unfähigen) Schiffskochjungen zum Kapitän in der schon untergehenden Ära der Segelschifffahrt ist zutiefst beeindruckend. Mindestens ebenso interessant sind die zeitgeschichtlichen Hintergründe, die man hier erfährt; es ist eine ganze Welt die sich hier offenbart: Die buchstäblich grenzenlose Welt der Segelschifffahrt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, gefährlich und brutal, aber auch romantisch und abenteuerlich. Und mitten drin der sympathische, heimatlose Abenteurer Slocum, der natürlich nichts gegen den Untergang der großen Handelsschiffe unter Segel tun konnte um der dann also in seiner kleinen „Spray“ alleine um die Welt segelte. Der überall in der Welt willkommen war, der jedoch auch, nach seiner Rückkehr nach Amerika, zu einer kontroversen, ja unglücklichen und wohl auch einsamen Figur wurde – viele glaubten zunächst schlichtweg nicht an seine Weltumsegelung (übrigens eine bittere Erfahrung, die, rund 70 Jahre später, ja auch der erste deutsche Allein-Weltumsegler Wilfried Erdmann machen musste), in vielen Zeitungen wurde Slocum verhöhnt und verspottet.

In jedem Fall ein tolles Buch, nicht nur für Slocum-Fans, da die Lebensgeschichte dieses außergewöhnlichen Menschen auch ein ganz besonderes Stück Zeitgeschichte der Seefahrt darstellt.

Und das schreibt der Verlag:

Mit »Amerikas Sindbad« zur See. Ob Schiffbruch in Alaska, bei voller Fahrt durch einen Vulkanausbruch oder Meuterei an Bord: Joshua Slocum, bereits im Alter von 25 Jahren Kapitän großer Handelssegelschiffe, hat keine Episode eines bewegten Seemannslebens ausgelassen. Doch Glanzstück seiner Segelkarriere wurde die erste Einhandweltumsegelung in der Geschichte der Seefahrt, zu der er 1895 in Boston aufbrach. Als er nach drei Jahren und 46000 Meilen zurückkehrte, verpasste der tragische Held jedoch den Ruhm – die Dampfschifffahrt hatte die Ära der Segelschiffe bereits beendet. Mit seiner klug erzählten Biografie setzt Geoffrey Wolff einem der letzten großen Segelabenteurer ein Denkmal.

Hier bei Amazon bestellen

Bücher von Joshua Slocum:

Sailing alone around the World (Englisch)
Voyage of the Liberdade (Englisch)

2 Antworten

  1. Pingback: Reisenews

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Mini Transat: Held über Nacht

Wie ist es wirklich, an der Mini Transat teilzunehmen? Was treibt einen dazu an, mit einem nur 6,50 Meter kurzen Boot unter Regattabedingungen von Frankreich über die Kanaren nach Guadeloupe in der Karibik zu segeln? Wie Wahnsinnig muss man sein, um das auf sich zu nehmen? Diese Fragen werden hier

Videokritik: Patrick Laine

Foto oben:  Jacob Buller on Unsplash Seit er vor einiger Zeit seine Schiffe gewechselt hat, ist es ruhig geworden um Patrick Laine. Vermutlich hat er noch am neuen Boot zu schrauben und muss sich eingewöhnen, denn der Schritt von einem zu anderen Schiff war kein kleiner: Von einer Bavaria 40

Couch Sailing

Per Anhalter nach Brasilien: Dies ist das Buch über eine schöne Reise. Knapp 100 Tage von Gibraltar nach Recife, eine Ozeanüberquerung und ein großes Abenteuer. Dabei zeigt sich wieder einmal, dass ein eigenes Boot zum Segeln nicht immer nötig ist. Und auch dies wird bestätigt: Tue etwas, sei aktiv, höre