BEI THOR UND ODIN. DODI AUF DER SPUR DER WIKINGER

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

In seinem neuen Roman über die Erlebnisse als Motorbootfahrer hat Claus Beese wieder Kontakt zur Segelei. Der Sommerurlaub von der heimischen Lesum (Bremen) zur Ostsee beginnt auf der Dodi zunächst mit dem ganz „normalen“ Sportbootwahnsinn: Ins Hafenbecken fallen, Sonnenbrand auskurieren, eine freie Box durch lautstarken Nebelhorn-Einsatz für sich beanspruchen oder einen Fischerei-Aufseher mit Drohungen in die Flucht schlagen. Diesmal stellt Skipper Claus aber außerdem fest, dass er als Wikinger wohl schon mal gelebt hat. Bei den Wikingertagen in Schleswig spricht er plötzlich dänisch, beherrscht das Bogenschießen und das Axt-Werfen. Außerdem steuert der überzeugte Motorbootfahrer („Ramses oder war es Rasmus? – Ich kann mich nun mal nicht mit dem Gott der Winde anfreunden, schließlich ist der für Segler zuständig und so ist es mir völlig schnurz, wie der Kerl heißt!“) plötzlich wie selbstverständlich ein Wikingerboot unter Segel. Der Verlauf des Ostseetörns wird mit unterhaltsamen Informationen über die Wikinger (und netten Illustrationen von Lothar Liesmann) untermalt, was gut gelungen ist. Da der Dodi-Skipper zum neu erworbenen Wikinger-Outfit noch einen Thorshammer als Halsschmuck braucht und sein Lieblingsfeind „Darling Bügelfalte“ das gesuchte Stück ebenfalls haben will, kommt es zu einer wilden Verfolgungsjagd. Das Seemannsgarn findet schließlich seinen Höhepunkt in einer blutrünstigen Wikinger-Schlacht im Nebel. Kochrezepte und die Jagd nach einem Phantom auf Schatzsuche in Bad Bederkesa packt Beese ebenfalls noch mit in die Geschichte. Was des Guten dann etwas zu viel wird. Nach der Lektüre hat der (segelnde) Leser aber auf jeden Fall eine genauere Vorstellung davon, wie sie so ticken, die Motorboot-Kapitäne.

 

Hier bei Amazon bestellen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Videokritik: Patrick Laine

Foto oben:  Jacob Buller on Unsplash Seit er vor einiger Zeit seine Schiffe gewechselt hat, ist es ruhig geworden um Patrick Laine. Vermutlich hat er noch am neuen Boot zu schrauben und muss sich eingewöhnen, denn der Schritt von einem zu anderen Schiff war kein kleiner: Von einer Bavaria 40

Georges Simenon, der Liveaboard

Am 12. Februar hatte er Geburtstag. Georges Simenon wurde 1903 in Lüttich geboren, bekannt wurde der belgische Schriftsteller vor allem durch seinen Kommissar Maigret, mit dieser Figur schrieb Simenon insgesamt 75 Krimis. Überhaupt war er ein Vielschreiber, neben den Maigret-Büchern verfasste er noch rund 100 weiterer Romane, 150 Erzählungen und

Der romantische Spion, oder: Wie lebt es sich an Bord?

Arthur Ransome war ein englischer Reporter, Journalist und Autor. Und er lebte an Bord, zumindest Lebensabschnittsweise. Außerdem war er Spion. Einige behaupten, er sei sogar ein Doppelagent gewesen, was heute nicht mehr nachprüfbar ist. In den 1920er Jahren war er jedenfalls, offiziell, als Korrespondent der englischen Tageszeitung „The Guardian“, in