1200 Tage Samstag

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Welcher Tag ist der schönste in der Woche? Der Sonntag? Aber da ist der Abend oft schon vom Schatten des Montags verdüstert. Der Freitag? Da steckt die Woche noch in einem. Die anderen kommen ohnehin nicht infrage, bis auf den einen, wirklich feinen: Samstag.
1200 Tage Samstag haben Sönke Roever und seine Frau Judith miteinander an Bord verlebt, und er hat davon Zeugnis abgelegt in diesem Abenteuerreisebuch aus dem Delius Klasing Verlag. 1200 Tage, das sind drei Jahre auf See, 30 besuchte Länder von Hamburg bis Tahiti und wieder nach Hamburg zurück. Eine Weltumseglung also, auf der 10,60 Meter langen Hippopotamus. Wer sein Boot Nilpferd nennt, muss Humor haben. Vor allem aber Seemannsblut, eine pralle Portion Abenteuerlust und sehr viel Fernweh. Wer möchte da nicht mitreisen können, von den Kanaren zu den ABC-Inseln, Galapagos, Marquesas, Niue, Tonga, Cocos-Inseln, Mauritius, St. Helena, Azoren und was noch alles an idyllischen Eilanden auf dem Weg rund um die Welt liegt.

Dazwischen aber liegen viele Tage Einsamkeit auf dem endlosen Ozean, unterbrochen nur durch die Lebensgefahr, wenn ein Sturm die Wassermassen über das Deck fegt und man nichts mehr machen kann, weil man kläglich machtlos ist gegenüber den entfesselten Gewalten. Doch wenn sich das Land wieder nähert und man tatsächlich auch landen kann, widrigen Strömungen und strengen Zollbehörden zum Trotz, dann warten glückliche Tage. Nicht immer und überall. Von Papeete, der Hauptstadt Tahitis, waren die Roevers enttäuscht, und der Leser erfährt auch, warum. Umso willkommener fühlten sie sich im Königreich Tonga oder auf Vanuatu, einem sehr gelassenen Land. Am besten aber haben sie es auf den Cocos-Inseln angetroffen, wo das Leben zauberhaft anders tickt.

Überhaupt ist das einer der Reize dieses Reiseberichts. Jeder Ort ist anders. Der Autor versteht es, diese Vielfalt dem Leser nahe zu bringen und damit das Gefühl zu vermitteln, dass die uniformierte, globalisierte Erde noch sehr viele, sehr schöne Gesichter hat.

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