Rade de Brest, das reizvolle Mikrorevier

Tonnerre de Brest!

Der große Naturhafen der Rade de Brest bietet auf 183 Quadratkilometern und etwa 350 Kilometern Uferlänge viele idyllische Ankerplätze, vor kleinen verträumten Dörfern oder in völliger Einsamkeit. Es ist hier lieblicher als die raue Atlantikküste von Finisterre, geschützter sowieso – ideal also für eine kleine Auszeit vom Wilden Westen der Bretagne. Tonnerre kann man da nur sagen, Donnerwetter.

Rade de Brest, das reizvolle Mikrorevier - Literaturboot

An den meisten Ankerplätzen fühlt man sich wie mitten im ländlichen Frankreich. Dies ist vor allem der Fall, wenn man das kleine Abenteuer auf sich nimmt und mit dem auflaufenden Wasser der Flut den unbezeichneten (und abseits der Seekarten befindlichen) Fluss Aulne hinauf fährt, sich dabei immer schön in der Flussmitte und in den Außenkurven haltend. Nach etwa 12 Seemeilen kommt man an eine Schleuse, die tagsüber von etwa zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Hochwasser bedient wird (wer ganz sicher gehen möchte, ruft einen Tag zuvor dort an: 02 98 34 92 50). Hinter der Schleuse liegt das Dorf Port Launay mit steinernen Piers, an denen man – dank der Schleuse weitgehend tideunabhängig – längsseits festmachen kann. An Land gibt es die Grundnahrungsmittel: Eine Boulangerie für frische Croissants und Baguette sowie eine Bar und Cave à vin. Was braucht man mehr! Und wer doch mehr braucht, fährt noch ein, zwei Meilen weiter Flussauf bis kurz vor das Provinznest Chateaulin. An der Steuerbordseite, Flussauf fahrend, tut sich irgendwann ein Anleger auf, direkt hinter einem riesigen Hypermarché. Besser kann man nicht einkaufen fahren!

Rade de Brest, das reizvolle Mikrorevier - Literaturboot

Aber auch gleich in der Mündung des Flusses in die Rade de Brest gibt es zwei tiefe Ankerplätze, bei Landevennec, wo es sogar einen kleinen Einkaufsladen, eine Creperie und eine Bar gibt. Oder, etwas weiter Flussauf, beim Schiffsfriedhof von Rosnoen, ebenfalls mit Besuchermoorings. Hier liegen viele ausgemusterte Frachter und Berufsschiffe an großen Tonnen und warten entweder auf bessere Zeiten oder ihr Ende auf der Abwrackwerft…

 

Einer meiner anderen Favoriten ist das Dorf Le Tinduff. In einem „Pool“ mit etwa zwei Meter Wassertiefe auch bei Niedrigwasser (mal mehr, mal weniger je nach Gezeit) kann man auch mit einer größeren Kielyacht ankern, nur hin kommt man mit Tiefgang am besten bei Hochwasser, denn die Bucht ist außerhalb besagten Lochs relativ flach. Dafür liegt man hier in bester Gesellschaft auch einiger traditionellen Sa…

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Detlef Jens – Im Kielwasser des Geldes. Ein Segel-Krimi aus Hamburg
Detlef Jens – Gefährliche Gezeiten. Ein Segel-Krimi aus der Bretagne
Detlef Jens – Black Jack. Ein Segel-Krimi
Detlef Jens – Hafenjahre, Leben an Bord
Detlef Jens - Land's End. Ein Segelbuch über das Leben an Bord

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