Telemark: Wo das Wasser doch Balken hat

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(Foto oben: Robert Bye, Unsplash)

Lange, bevor es ab Anfang des 20. Jahrhunderts allmählich mehr und mehr Straßen durch das unwegsame Gelände gab, ruderten und segelten die Norweger in kleinen und großen Booten durch ihr endlos weites Land. Entlang der Schärenküste segelten sie sowieso, aber auch tief in das Binnenland hinein, bis ans Ende der Fjorde.

Und weiter.

Bis in das letzte Jahrhundert hinein verlief der Weg von der Südküste nach Westen größtenteils über die zahlreichen Seen der Provinz Telemark. Bis an den Fuß der mächtigen Hardangervidda gelangte man über die stillen, tiefen Wasser, von hauptamtlichen Ruderern in offenen Booten von einem Ende des Sees zum anderen gebracht. Dann wanderten die Reisenden einen kurzen, steilen Weg durch Wald und Gebirge meist bergauf zum nächsten Ufer, von

dort abermals in Booten über einen weiteren langgestreckten See und so fort. Zwar klingt das nach einer eher beschwerlichen Art des Wasserwanderns, aber damals waren die Seen die natürlichen Verkehrsadern. Per Boot kam man einfach sehr viel besser voran als per Pedes, denn die zerklüftete Landschaft – hohe Gipfel, tiefe Schluchten – war und ist hochgradig unwegsam. Selbst heute schlängeln sich durch weite Teile der Telemark nur wenige Straßen auf oft kilometerlangen Umwegen von Ortschaft zu Ortschaft.

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