Langsam segeln

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Wer langsam segelt, hat länger etwas davon – so oder ähnlich behauptet es ein niederländisches Sprichwort. Als ich noch an Bord lebte und unterwegs war, hatte ich ein langsames Boot. Zumindest im Vergleich zu manchen modernen Leichtgewichten, die an sonnigen Sonntagnachmittagen in Küstengewässern vorbeisausen und ab Windstärke vier reffen. Ich bin versucht, den obigen Ausspruch zu ergänzen: „Ein schweres Boot steigert die Freude am Segeln.“ Das ist natürlich nur dann der Fall, wenn man vom Fahrtensegeln spricht. Wenn man an Bord lebt oder lange Offshore-Passagen macht. Um an sonnigen Nachmittagen ein paar Stunden über das Wasser zu rauschen, hätte ich auch am liebsten ein übertakeltes Leichtgewicht von Boot, denn das macht dann natürlich viel mehr Spaß.

Aber wenn man an Bord lebt?

Ich muss dazu sagen, dass ich nun wieder auf Bootssuche bin. Zugegeben zur schlechtesten Zeit, die man sich denken kann. Einige für mich interessante Boot liegen in Portugal, andere in Frankreich, viele in den Niederlanden, quasi vor der Haustür und dennoch unerreichbar. Aber die Reisebeschränkungen gehen hoffentlich irgendwann vorüber und bis dahin mache ich mir Gedanken darüber, was ich zum zukünftigen Leben an Bord für ein Schiff brauche.

Muss es also unbedingt langsam sein?

Nun ja. Gewicht tötet Geschwindigkeit. Damit aber steht Geschwindigkeit im Widerspruch zu den grundlegenderen Anforderungen – dem Komfort des Lebens an Bord und, eng damit verbunden, der möglichen Zuladung. Gewicht, viel zusätzliches Gewicht, wird für lange Reisen ebenso benötigt, wie für ein dauerhaftes Leben an Bord. Überladung wird damit bei vielen Booten zu einem potenziellen Problem. In allen, außer in schweren und – nach modernen Standards – bereits langsamen Booten.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

„Tall Ships“ in Dänemark

„Give me a Tall Ship and a star to steer her by!“ – diese berühmte Zeile aus John Masefield’s „Sea Fever“ könnte einem in diesem Sommer auch in Dänemark in den Sinn kommen. Denn die „Tall Ships“ werden auf ihrer internationalen Regatta 2022 gleich zweimal in Dänemark gefeiert: Start der Tour

Unter Segel zur Metropole

Bild oben: London auf eigenem Kiel, kein Problem! Foto: susan-q-yin, unsplash Idylle, oder Metropole? Ein Schiff ankert in lauer Tropennacht vor einem Strand, an dem die Wipfel der Palmen im Passatwind rascheln. Und irgendwo verloren in den nordischen Schären liegt ein anderes Schiff wie auf dem Ententeich auf spiegelglattem Wasser,

Street-Food am Yachthafen, Aalborg

Das ist ideal für hungrige SeefahrerInnen: Im Yachthafen Skudehavn in Aalborg (westlich der zwei Klappbrücken über den Limfjord) kann man an der Pier längsseits festmachen, direkt vor der beliebten Street-Food Halle: Ein Tipp, der sich längst weit über Aalborg hinaus herumgesprochen hat. Es gibt hier wirklich gutes, internationales Street Food:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.