Anlegen: Wie man es macht…

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Einmal sind wir in einen schönen dänischen Hafen hinein gesegelt, ich habe vergessen, welcher es war. Wie auch immer, damals mochten wir keine Motoren, konnten uns auch keinen leisten und segelten unser Folkeboot deshalb eben ohne mechanischen Hilfsantrieb. Wir liefen also langsam in den Hafen ein, nur unter Großsegel, und schauten uns in aller Ruhe um wo wir denn anlegen könnten. Irgendwann bemerkten wir einen älteren Herrn auf einem Fahrrad, der uns anscheinend folgte und dabei laut pfiff. Während er wild gestikulierte, nahm sein Teint zunehmend die gesunde Farbe eines frisch gekochten Hummers an. Wie merkwürdig, dachten wir und schauten uns weiter nach

einem geeigneten Liegeplatz um, einen, den wir leicht und sicher anlaufen konnten. Nach einer weiteren kleinen Weile des Auf- und Absegelns im Hafen fanden wir einen schönen Platz, segelten dorthin, drehten das Boot in den Wind, banden es fest und nahmen das Segel herunter. Dann kam er auf seinem Fahrrad den Ponton heruntergerast, bremste abrupt längsseits und feuerte eine Breitseite ab. Wer wir wären, schäumte er, die ihn, den Hafenmeister, einfach ignorierten und dort anlegen würden, wo es uns gefiel? Wir versuchten höflich zu erklären, dass wir am Ende ziemlich dumm ausgesehen hätten, wenn wir vor dem Wind in eine Sackgasse zwischen zwei langen Pontons zu dem Liegeplatz gesegelt wären, den er für uns ausgewählt hatte, und er konnte nicht verstehen, warum wir nicht einfach wie alle anderen unseren Motor angeschaltet hatten. Er war ziemlich verärgert, und am Ende mussten wir das Boot mit Paddeln und Leinen verholen.

Anlegen: Wie man es macht…, Literaturboot

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