Cruising in Seraffyn. Von Lin und Larry Pardey

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Die beiden waren gute Freunde von Susan und Eric Hiscock und als Segler ebenso berühmt. Die Rede ist natürlich von Lin und Larry Pardey, die in der Zeit von Anfang der 1970er Jahre bis 2014 etwa um die 200.000 Seemeilen in allen Gewässern der Welt zurücklegten. Und nicht nur das – Larry Pardey (1939 bis 2020) wurde 1967 sogar der einer der ersten überhaupt, die mit einer Art Strandsegler durch die Sahara segelten: Von Algerien bis Mauretanien über eine Distanz von etwa 1700 Meilen.

Das hier vorliegende Buch ist das erste von den beiden veröffentlichte und beschreibt deren frühen gemeinsamen Jahre. Das Kennenlernen und den Bau ihres kleinen Bootes in Kalifornien, Ende der 1960er Jahre. Und die ersten Jahre an Bord, während ihrer Reise von Kalifornien südwärts bis Mexiko, wo sie gut ein Jahr lang die Häfen und Buchten der Baja California erforschten; dann weiter durch den Panamakanal in die Karibik, schließlich zurück in die USA nach Florida und Virginia und dann, via Bermuda und den Azoren, nach England.

Das war, sozusagen, der erste Abschnitt ihres Jahrzehntelangen Vagabundenlebens unter Segel – 47 Jahre insgesamt lebten sie vor allem an Bord ihrer beiden kleinen Boote, erst „Seraffyn“ und dann „Taleisin“. Beide von Lyle Hess entworfen, beide von Lin und Larry selber gebaut, beide unter 30 Fuß lang und beide ohne Motor.

„Seraffyn“ war ein sehr kleines Boot, gerade einmal 24-Fuß, oder 7,30 Meter kurz („Taleisin“ war dann ein Stück größer, aber immer noch deutlich unter neun Meter). Dennoch segelte es hervorragend, das musste es ja auch können, so ganz ohne Motor, und es konnte alles tragen, was die beiden zum Leben an Bord benötigten. „We have one hell of a boat”, sagte Larry damals zu Lin. Und dazu „one hell of a life“, würde ich hinzufügen. Dieses erste Buch von Lin und Larry Pardey ist ein tolles Buch aus einer Welt, die es so leider nicht mehr gibt. Was aber nicht heißen soll, dass man nicht auch heute noch viel von den beiden lernen kann, von der Seemannschaft mit kleinen Booten und deren Lebensart. Denn das ist ganz Zeitlos. Und daher auch immer noch lesenswert und, vorsicht, durchaus inspirierend.

In englischer Sprache.

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