Wetterkunde für Wassersportler

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Alle Wetter: Noch ein Wetterbuch. Aber über das Wetter kann man ja immer reden. Sogar in den Zeiten von Wetter-Apps jeglicher Art, die den Nutzern alle möglichen und unmöglichen meteorologischen Infos und Vorhersagen pausenlos auf diverse Empfangsgeräte liefern. Information overkill? Komischerweise offenbar trotzdem nicht, immer wieder werden Wassersportler von schlechtem Wetter überrascht. Wie es halt so ist mit der Technologie: Je komfortabler sie wird, also je bequemer und entmündigter die sie ohne eigenes Nachdenken nutzenden Menschen, desto wertvoller wird es, wenigstens ein gesundes Halbwissen oder einige wichtige Grundsatzfakten zum jeweiligen Thema zu kennen.

Schweife ich ab? Nicht wirklich. Genau diese Basics liefert nämlich das hier vorliegende Buch. Wie klasse ist es, wenn man einfach mal die Nase in den Wind steckt und dann eine halbwegs belastbare Prognose über die Wetterentwicklung der nächsten Stunden oder gar Tage liefern kann. Was für einen Eindruck das macht!

Aber dazu muss man eben auch was wissen. Das Buch beginnt ganz von vorne, erklärt die großen Zusammenhänge ebenso, wie, später, auch viele lokale Erscheinungen. Also von Dingen wie Luftdruck und Temperaturen und wie sie entstehen und was sie bewirken, über Wolkenformationen und Wetterlagen zum eigentlich spannenden Thema: Wetter erkennen und vorhersagen. Denn auch das ist eine banale, doch unumstößliche Tatsache. Um Vorhersagen zu können, muss man erst einmal die aktuelle Lage erkennen. Die meisten werden schon merken, ob es gerade regnet oder schneit oder weht oder flautet, aber was sich in größeren Höhen oder gar hinter dem Horizont abspielt, kann man nur erkennen, wenn man die Zeichen der Natur lesen kann: Wissen, woher der Wind weht!

Wer sich durch dieses Buch gearbeitet und dann auch noch etwas behalten hat, wird das dann meist wissen. Allerdings liest sich dies Buch leider wie ein ziemlich fades Schulbuch, was es im Grunde ja auch ist – schon der prosaische Titel legt den dann folgenden Stil fest. Man muss also schon ein echtes Interesse am Thema haben, um hier dranzubleiben. Dafür allerdings sind viele Dinge auch erfreulich einfach und schnörkellos erklärt.

Fazit: Lohnt sich, auch wenn die Lektüre streckenweise etwas Mühe macht. Aber ohne Mühe auch kein Wissensgewinn!


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