Rendezvous mit einem Oktopus

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Faszinierend ist diese neue Welt unter Wasser, die Welt dieser schlauen und vornehmen, nämlich tatsächlich blaublütigen Wesen die so, tja, in einer Weise fast menschlich sind – oder sind sie das? Was ist das eigentlich, menschlich, und ist das überhaupt etwas Positives? Immerhin ist die Spezies Mensch gerade dabei diesen Planeten ganz gründlich zu zerstören und das kann einem schlauen Kraken oder Oktopus nun wirklich nicht egal sein.

Vier Kraken, besser: Oktopoden, vier Charaktere. Die amerikanische Naturalistin und Autorin Sy Montgomery hat sich in einem Aquarium in Boston gleich mehrfach verliebt, in diese unglaublichen und so unbekannten und unverstandenen Geschöpfe. Athena, Octavia, Kali und Karma hießen die vier, mit denen Sy Montgomery näher bekannt wurde. Und dabei echte Persönlichkeiten kennen lernte. Emotionale, intelligente, zuweilen sogar listige und lustige Wesen, die sich ihr mit fast der gleichen Neugier nähern, die Forscherin mit ihren acht Armen und den Saugnäpfen betasten, mit denen sie schmecken können, sie aus ihren großen Augen betrachten.

Die Autorin gewöhnt sich an die auf die meisten Menschen eher abschreckend wirkenden Wesen, und diese wiederum gewöhnen sich an die Autorin. Denn das Verhältnis ist ganz und gar nicht einseitig: während der Mensch die Krake beobachtet, beobachtet die Krake den Mensch. Und entscheidet sich, wen sie mag und wen nicht. Und wen sie nicht mag, den kann sie schon mal mit einem gezielten Salzwasserstrahl abduschen.

Drei Herzen, acht Arme, eine Haut, die sich nicht nur farblich nahezu perfekt dem Hintergrund anpassen kann, sondern die auch etwas über den Gemütszustand des Oktopus verrät: weiß wird sie vor Furcht, rot vor Wut – da ist sie dann auch wieder ganz „menschlich“. Diese und viele andere faszinierende und verblüffende Dinge mehr erfahren wir bei der Lektüre dieses Buches, das so viel mehr ist als ein bloßes Sachbuch. Dazu ist es auch zu lebendig geschrieben und mit zu viel Empathie den beschrieben „Objekten“ gegenüber. Es ist vielmehr ein spannender Reisebericht, von der Reise der Autorin zu den Oktopoden, von ihrer ganz eigenen Art der Annäherung an diese uralte und immer noch so oft verkannte Spezies.

Und eines ist ganz sicher: Nachdem Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie bestimmt nie wieder Tintenfisch essen!


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