Charterführer Kykladen

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Tja, was haben wir hier? Ein nettes, kleines Buch, gut geeignet, um Appetit auf den Segeltörn in den Kykladen zu machen oder um die Vorfreue auf einen solchen, vielleicht bereits gebuchten Chartertörn zu steigern. Durchsetzt mit vielen bunten Bildern, Insel- und Hafenplänen will es Chartercrews vor allem informieren, über die Gegebenheiten im Revier, über Wind und Wetter und Versorgung und dazu noch einige touristische Hinweise geben. Das geschieht in einem lockeren Plauderton, der nur sehr selten in altbackene Belehrungen abrutscht. Aber die gesamten Kykladen auf knapp 140 eher kleinformatigen Seiten? Die Kinderstube der westlichen Zivilisation und Demokratie? Tummelplatz sagenhafter Götter und antiker Philosophen? Spannendes Seegebiet mit zig Inseln und hunderte unbewohnter Eilande? Klar, dass dieses Buch da allenfalls an der Oberfläche kratzen kann. Die großen, bekannten Inseln und die gängigen Häfen und Buchten werden zwar beschrieben, doch für solche nautischen Infos würde ich persönlich eher auf umfangreichere Werke zurückgreifen – zum Beispiel Rod Heikells Inselführer Griechenland, der im gleichen Verlag erschienen ist. Da sind sehr viel mehr Häfen und Buchten beschrieben und eben auch solche, die eigentlich auch in diesem Charterführer hätten erwähnt werden sollen: Aegina, Poros, Hydra zum Beispiel. Gut, rein geografisch gesehen gehören sie nicht zu den Kykladen. Aber wenn man schon einen Charterführer schreibt und dort auch Törnvorschläge von Athen aus beschreibt, dann muss man diese Inseln, die ja quasi direkt vor der Haustür der Athener Marinas Zea und Kalamaki liegen, mindestens erwähnen. Ärgerlich auch die sehr willkürliche oder vielleicht auch nur rein zufällig Aufzählung nur einiger Charterfirmen, wobei zwischen Charterbasen und Agenturen nicht wirklich differenziert wird, was aber natürlich sinnvoll wäre. Vor allem aber sollte man sich bemühen, möglichst annähernd alle zu nennen, wenn man schon Adressen und Firmen aufzählt. Oder sonst lieber gar keine. Diese Aufzählung jedenfalls ist in ihrer groben Unvollständigkeit eher irreführend als hilfreich. Am Ende bleibt man etwas ratlos und fragt sich, was genau einem dieses Buch sagen will, was nicht schon in etlichen anderen Werken, und dann oft mit mehr Tiefe und ausführlicher, steht. Aber wie eingangs gesagt, es macht Lust auf einen Törn in den Kykladen und steigert die Vorfreude, und das ist ja immer schon etwas.

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