Gewittersegeln.

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Dies ist es, das „Buch 2.0“ sozusagen: Elektronisch, mit  lebendigen Links zu Videos und Blog-Seiten, geschrieben nicht von einem, sondern gleich 40 Autoren. Wie das ist? Spannend. Das liegt einerseits am Thema, Segeln im Gewitter, was an sich ja schon interessant genug ist – zu lesen, was alles so passieren kann, wie man agieren oder auch reagieren kann als Skipper und Crew in den unterschiedlichsten, mal mehr und mal weniger bedrohlichen Situationen.

Andererseits liegt es aber auch vor allem daran, wie dieses Buch gemacht ist. Man hätte einen der „üblichen Experten“ anheuern können, damit diese Person dann ihre geballte Weisheit zum Thema preisgibt; das wäre der konventionelle Ansatz gewesen. In diesem Fall entschieden sich die Verleger anders. Sie riefen in verschiedenen Segelforen und Netzwerken Seglerinnen und Segler dazu auf, ihre selbst erlebten Geschichten im Gewitter auf See aufzuschreiben. Ein literarisches Werk ist daraus, natürlich, nicht entstanden und manch Beitrag liest sich flotter und unterhaltsamer als manch anderer. Aber: So ergibt sich aus 40 ganz unterschiedlichen Beiträgen ein facetten- wie aufschlussreiches Gesamtbild.

Denn nicht nur die literarischen Qualitäten der Beiträge unterscheiden sich, auch die seglerische Erfahrung und Kompetenz der jeweils erzählenden spiegelt eine große Bandbreite wieder. An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an alle Autorinnen und Autoren, denn in einem sind sie sich dann doch alle ähnlich – in ihrer Authentizität nämlich und der Ehrlichkeit, mit der auch über in der Hitze der Situation begangene Fehler berichtet wird. Ergänzt wird das am Ende jeden Abschnitts noch durch eine Manöverkritik, die ebenfalls interessant und ab und an auch lehrreich sind. Klar, man muss nicht allem zustimmen; an der einen oder anderen Stelle denkt man sich vielleicht „wie konnten die nur!“, während man an anderer Stelle zustimmend nickt. Doch wie bereits gesagt ist es genau diese Bandbreite, die den Wert des Buches ausmacht.

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