Raus ins Blaue!

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Fünf Monate, neun Länder, 3095 Seemeilen. Das sind die nackten Fakten zu Bastian Haucks Ostsee-Sommer 2008. Glücklicherweise erzählt der 32-Jährige umfangreicher über den Törn auf seinem Folkeboot „Tadorna“ (wissenschaftlicher Name der Brandgans). Zu dem entschließt er sich nach drei Jahren Auslandsstudium in Beirut und Damaskus und ersten Jobs als Nahostexperte anstelle des nächsten Karriereschritts. Er findet in kurzer Zeit Sponsoren, macht sein Schiff fahrtentauglich und segelt mit kleinem Budget von Berlin bis nach St. Petersburg und über Finnland, die Ålands, Schweden und Dänemark zurück.

Grundberührungen, eine Beinahe-Kollision mit einem russischen Öltanker, eine Nebelfahrt ohne ausreichend Sprit, um ein EM-Fußballspiel im TV sehen zu können. Hauck berichtet ehrlich über kleine und große Pannen und analysiert diese selbstkritisch. „Man wird eben nicht als Langfahrtsegler geboren…“, erkennt er, als „Tadorna“ hoffnungslos überladen ist. Das sehr kurzweilige, amüsante Buch berichtet über feucht-fröhliche Nächte mit Einheimischen, die ersehnte Ruhe in unberührter Natur, über Politik und Geschichte der bereisten Länder. Aber auch, zurückhaltend sachlich, darüber, dass Fahrtensegeln trotz Diabetes möglich ist.

Bastian Hauck erweitert die stetig wachsende Riege junger Yachtsegler auf dem Büchermarkt. Auf weitere Bücher dieses guten Erzählers (und brauchbaren Fotografen) können wir uns freuen. 2009 ersegelte Bastian Hauck übrigens den nördlichen Teil der Ostsee, hatte doch 2008 die Zeit für die Strecke nach Haparanda nicht mehr gereicht.

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