Meer als ein Traum

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„Am Anfang stand nur die Sehnsucht, etwas zu verändern.“ „Die Vorstellung eines solchen ´normalen´ Lebens verursachte uns beiden ein Gefühl des Unwohlseins – ohne dass wir eine konkrete Vorstellung gehabt hätten, wie unser Leben anders aussehen könnte.“

Nathalie Müller und Michael Wnuk absolvieren erste Segelkurse, chartern Schiffe und sind bald völlig vom Segelvirus infiziert. 1999 kaufen die beiden die zwölf Tonnen schwere Stahlyacht „Iron Lady“ für die inzwischen geplante Weltumsegelung.

Ende Juli 2000 startet der Grafiker Wnuk im niederländischen Makkum zum großen Törn. Die Ärztin Müller kommt einige Monate später in Teneriffa an Bord – nach Abschluss ihrer Approbation. Mit dem Schlag zu den Kapverden beginnt das dauerhafte gemeinsame Segeln. Dabei rammt gleich ein Wal eine Beule ins Stahlschiff. Aber: „Stündlich verlieren wir mehr von der Angst, die wir ehrlich hatten.“

Die Atlantiküberquerung fasziniert, wird dann bald monoton und das Ende herbeigesehnt. „Ganz ehrlich. Ich hab kein Bock mehr. So lange Zeit auf See. Ich will nur noch ankommen.“

Doch das Paar segelt weiter. Erkundet ausgiebig die Karibik und ist nach zwei Jahren auf See restlos pleite. Vor der Fahrt durch den Panamakanal muss zunächst Geld verdient werden und künftig wird Internetseiten programmieren, Modems verkaufen und Artikel für Segelmagazine schreiben zu den immer wieder kehrenden Aufgaben gehören.

Nathalie Müller und Michael Wnuk bieten ehrliche Einblicke in den Alltag der Blauwassersegler. Neben den zahlreichen Glücksmomenten werden auch Probleme und Ängste nicht verheimlicht. Die Tatsache, dass beide (selbstkritisch) ihre Sicht der Dinge beschreiben, gute Bilder und die Ergänzung durch Zitate oder Infos vor jedem Kapitel machen das Buch so lesenswert. Einzig die vielen Tippfehler und kleine Ungereimtheiten stören etwas.

Im Mai 2007 kehrt das Paar wieder nach Deutschland zurück – mit dem Flugzeug. Ihre „Iron Lady“ bleibt – vorerst – in Südafrika. Stattdessen reisen die Töchter Maya (geboren im Juni 2005 auf Penang, Malaysia) und Lena (im März 2007 in Südafrika zur Welt gekommen) mit nach Düsseldorf. Ebenso wie die Sehnsucht nach der Rückkehr aufs Meer.

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Nioclás Seeliger, Fotograf und Journalist aus Berlin, wurde 2010 infiziert. Der Polarvirus erwischte ihn bei einem Törn auf der deutschen Brigg „Roald Amundsen“ – auf der winterlich eisbedeckten Ostsee. Trotz vor Kälte steifer Finger wurde dort der Grundstein fürs Verlangen

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