Sonderburg: Der Kir auf der Pier

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Empfehlenswerte Hafenrestaurants. Hier: Sonderburg.

Sonderburg, auf Dänisch Sønderborg, macht sich. Irgendwie nett war die kleine Stadt am Eingang zum Alsensund ja schon immer, mit dem Stadthafen vor der alten Klappbrücke. Seit einigen Jahren aber schon und jetzt noch einmal mit einem deutlichen Sprung wirkt die Stadt plötzlich auf anregende Weise modern, gar ein wenig kosmopolitisch. Vor allem aber, was mich ja am meisten freut, gibt es mindestens zwei sehr nette Oasen direkt an der Wasserfront.

Sonderburg: Neue Wasserfront

Das ist denn auch das Stichwort. Während der Bereich, von Süden kommend, vor der „Kong Christians X Bro“ ja schon vor etlichen Jahren renoviert worden ist, hat sich nun die Wasserfront nördlich der Brücke dramatisch gewandelt. Ein Paradebeispiel, möchte man meinen, für Stadtplaner aus anderen Orten – hier fällt mir gleich Flensburg ein. Dort schafft man es seit Jahren nicht, ein Nutzungskonzept für das Ostufer des Hafens zu erstellen (oder es ist etwas an mir vorbeigegangen). Zurück nach Sønderborg, oder auch Sonderburg. Für den bisher ziemlich verfallenen und heruntergekommenen Bereich der Stadt direkt am Alsensund hat der bekannte Architekt Frank Gehry einen Masterplan erstellt, der eine gemischte Nutzung vorsieht, als Wohnungen, öffentlichen Gebäusen und einem Hotel. Die verschiedenen Gebäude wurden zum Entwurf ausgeschrieben, also auch von anderen Architekten gebaut. Bemerkenswert ist in architektonischer Hinsicht das Kulturzentrum mit Bibliotheken und der Südjütländischen Kunstschule. Sowie, unübersehbar, die neue Landmarke Sonderburgs, das Hotel Alsik-Steigenberger. Das Ding ist schon weit von draußen auf der Ostsee zu sehen, von innen dürfte der Ausblick noch viel spektakulärer sein.

Zwei nette Oasen am Wasser

Das Restaurant im Hotel dürfte nicht schlecht sein, aber sagen kann ich es noch nicht. Was ich aber empfehlen kann, ist das nette, italienisch angehauchte Bistro und Café Torve-Hallen gleich nördlich der Brücke. Ein offenbar alter Lagerschuppen oder sowas, mit überschaubaren Mitteln aber vielen Ideen modern und gemütlich gestaltet. Natürlich mit direktem Blick aufs Wasser, dazu einem netten Service und einem unkomplizierten und meist leckeren Angebot an Snacks und einfachen Gerichten. Immer gut für ein Glas Wein mit Pizza oder Pasta oder ähnlichem.

Sonderburg: Der Kir auf der Pier - Literaturboot - Blog

Aber auch am alten Hafen und der Meile südlich der Brücke tut sich was. Hier hat das Bistro Grand Mere eröffnet. „In diesem Restaurant“, schreiben die Betreiber auf ihrer Webseite, „fühlen Sie sich wie in einem französischen Bistro in Paris oder in einem kleinen Pub in Lyon“. Das ist eine kühne Ansage, die sich aber zumindest teilweise und auf angenehme Art bestätigt. Auch hier geht es freundlich und unkompliziert zu, die Karte bietet mittags ein paar gallische Klassiker wie Steck Frites, Moules Frites, oder auch einen sehr leckeren Salat Chevre Chaud. Dazu nicht nur guten französischen Wein, sondern auch und das ganz selbstverständlich, einen klassischen Kir blanc zum Aperitif. Für den Abend bietet die Karte etwas mehr, darunter auch Austern, bleibt aber immer noch angenehm übersichtlich.

Sonderburg: Der Kir auf der Pier - Literaturboot - Blog

Ein Kir auf der Pier, das eigene Boot nur wenige Schritte entfernt angebunden: Voilà, das ist tatsächlich wie ein winziges Stückchen Frankreich in Dänemark!

Bistro Grand Mere

Torve-Hallen

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