Unsere glücklichen Tage

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Ein endloser Sommer in der Bretagne: So, unter anderem, wird das Buch angepriesen und das klingt erst einmal verheißungsvoll. Sommer in der Bretagne, endlose zumal, gehören für mich mit zu den schönsten Seiten des Lebens.  „Endlos“ ist aber leider nicht nur dieser Sommer (natürlich hat er ein, wie sich am endlosen Ende herausstellt sogar ziemlich abruptes Ende), sondern endlos sind vor allem die vielen Wiederholungsschleifen im Buch, die oft ebenso naiven bis wenig nachvollziehbaren Selbstbetrachtungen der Ich-Erzählerin. Gefühlt habe ich wohl die Hälfte der Seiten überblättert oder beim Lesen nur diagonal gescannt und ich glaube nicht, dass mir an der Geschichte dadurch irgendetwas verloren ging. Das ist schade, denn die sommerliche Stimmung wird gut getroffen, die Handlung dagegen ist gleichzeitig wenig überraschend und wenig überzeugend. „Vier Freunde am Meer und ein Sommer, der alles für immer veränderte“. Dieser Klappentext riecht nur so nach Klischee. Dass sich dann die erwachsene Hauptperson, Elsa, wie ein naiver, unreifer, vom Liebeskummer geplagter Teenager verhält, der sich in dieser tragikomischen Rolle womöglich sogar ganz gut gefällt, macht die Sache nicht besser. Insgesamt ziemlich gequält kitschig. Schade, denn das Setting und die Beschreibungen dessen sind wirklich schön.

 

Julia Kolbe, Unsere glücklichen Tage, erschienen im Pinguin-Verlag.

Bitte unterstützen Sie ihren lokalen Buchladen. Für Vielfalt und Freundlichkeit in Ihrer Gegend.

Oder bestellen Sie hier direkt und portofrei bei Bücher.de und helfen auch mir ein bisschen.

Vielen Dank!

 

Guter Text? Danke! Aber unsere Arbeit kostet mehr als ein „Like“. Bitte zeigen Sie Ihre Wertschätzung und helfen Sie mit, dass es Literaturboot.de auch weiterhin geben kann…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Wattenmeer-Bildband: Meerlandschaften

Ein Jahr auf einer Hallig zu verbringen, das bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Diese „Hügel“ in der Nordsee, spärlich bevölkert und ziemlich isoliert, sind schon sehr spezielle Wohnorte. Der damalige Biologiestudent Martin Stock wohnte ein Jahr lang auf Langeness im

Im Sturm

Ich habe nicht vor, jemals noch einmal in einen schweren Sturm zu geraten, ich glaube, ich habe meinen Anteil daran (üb)erlebt. Da ich aber schon vorhabe, noch weiter zu segeln, lässt sich das leider auch nicht ganz ausschließen. Dennoch ist

Brel. Der Mann, der eine Insel war

Warum ist dieses Buch über das Leben des berühmten Sängers (und weniger berühmten Schauspielers) Jacques Brel so bewegend? Weil man beim Lesen spürt dass man verdammt noch mal sein Leben zu leben hat – und zwar aus dem Vollen, mit

Digitale Empfehlungen