Unsere glücklichen Tage

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Ein endloser Sommer in der Bretagne: So, unter anderem, wird das Buch angepriesen und das klingt erst einmal verheißungsvoll. Sommer in der Bretagne, endlose zumal, gehören für mich mit zu den schönsten Seiten des Lebens.  „Endlos“ ist aber leider nicht nur dieser Sommer (natürlich hat er ein, wie sich am endlosen Ende herausstellt sogar ziemlich abruptes Ende), sondern endlos sind vor allem die vielen Wiederholungsschleifen im Buch, die oft ebenso naiven bis wenig nachvollziehbaren Selbstbetrachtungen der Ich-Erzählerin. Gefühlt habe ich wohl die Hälfte der Seiten überblättert oder beim Lesen nur diagonal gescannt und ich glaube nicht, dass mir an der Geschichte dadurch irgendetwas verloren ging. Das ist schade, denn die sommerliche Stimmung wird gut getroffen, die Handlung dagegen ist gleichzeitig wenig überraschend und wenig überzeugend. „Vier Freunde am Meer und ein Sommer, der alles für immer veränderte“. Dieser Klappentext riecht nur so nach Klischee. Dass sich dann die erwachsene Hauptperson, Elsa, wie ein naiver, unreifer, vom Liebeskummer geplagter Teenager verhält, der sich in dieser tragikomischen Rolle womöglich sogar ganz gut gefällt, macht die Sache nicht besser. Insgesamt ziemlich gequält kitschig. Schade, denn das Setting und die Beschreibungen dessen sind wirklich schön.

 

Julia Kolbe, Unsere glücklichen Tage, erschienen im Pinguin-Verlag.

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