Oh, wie schön ist Panama

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Oh, wie schön ist Panama! Das weiß nicht jeder, aus eigener Erfahrung, aber doch einige. Der kleine Bär und der kleine Tiger wissen es nicht, das wissen wiederum wir, sofern wir schon mal das wunderschöne Buch von Janosch vorgelesen haben. Die sehr sympathische Seglerin Nike Steiger, bekannt durch ihren sehenswerten Vlog „Untie the Lines“, weiß es natürlich auch. Zeigt sie uns doch in den ersten paar hundert Folgen, wie sie in Panama ein verrostetes Stahlschiff für kleines Geld kauft und anschließend monatelang unter der tropischen Sonne renoviert. Und wieder repariert. Und nochmal dran schraubt…

___STEADY_PAYWALL___

Vielleicht hat sie dabei insgeheim gedacht, ob sie sich nicht doch besser ein anderes Schiff gekauft hätte? Das denken nämlich viele, und dafür muss man noch nicht einmal so sehr im Paradies schuften, wie Nike es getan hat. Denn natürlich ist das eigene Schiff nie wirklich ganz perfekt. Es gibt immer noch ein anderes Boot, welches womöglich schöner ist, oder größer, oder schneller, oder romantischer; was weiß ich. Die armen Megamillionäre, zum Beispiel, die einfach immer nur das größte Schiff im Hafen haben wollen. Denn ganz egal, wie riesengroß: Bald kommt eine Yacht eingelaufen, die noch einen Meter länger ist.

Oh, wie schön ist Panama - Literaturboot - Blog

Darum geht es also nicht. Aber immer mal nach anderen Schiffen schauen, nur so, ganz harmlos, das macht Spaß und ließe sich ja auch auf andere Bereiche des Lebens anwenden. Es könnte, im Fall der Boote, gar ein ganz neues Hobby werden. Schiffe gucken. Prüfen. Einschätzen. Innen wie außen begutachten. Preise vergleichen. Das Internet und die vielen online-Gebrauchtbootbörsen machen es möglich. Der globale Yachtmarkt, immer im Blick!

Neulich zum Beispiel habe ich auf diesem Wege erst ein wunderschönes Schiff entdeckt, von einem Künster-Liveaboard-Paar außergewöhnlich und geschmackvoll eingerichtet und dennoch auch ganz seemännisch-praktisch renoviert. Es liegt in Langkawi. Dort ist es nett, das weiß ich noch aus einem anderen, früheren Leben. Aber in meiner jetzigen Situation ist es für mich wie Panama. Verdammt weit weg.

Was nützt es mir also, nach neuen Booten zu schauen? Mit jedem neuen Boot, auch das weiß man ja irgendwann mal, lade ich mir nur einen ganz neuen Satz Probleme auf den Teller. Alte Schuhe, alte Freunde und eben auch alte Boote sind doch immer noch die besten. Vertraut. Wir kennen und lieben sie, mit allen ihren Macken und Nachteilen. Und dann gibt es eben doch ein ideales Boot. Nämlich ganz einfach das, mit dem wir gerade auf dem Wasser unterwegs sind…

Aber: „In Panama, sagt er, ist alles viel schöner, weißt du. Denn Panama riecht von oben bis unten nach Bananen. Panama ist das Land unserer Träume, Tiger. Wir müssen sofort morgen nach Panama, was sagst du, Tiger? – Sofort morgen, sagt der kleine Tiger, denn wir brauchen uns doch vor nichts zu fürchten.“

Vielleicht nur vor einem. Dass es doch irgendwo das wunderbare, schönere und für uns bessere Schiff gibt. Denn ganz egal wie, das eigene Boot ist niemals ganz richtig. Richtig?

Oh, wie schön ist Panama - Literaturboot - Blog

Aber wer ist schon perfekt.

Und daher bleib ich dann doch lieber bei meinem guten, alten Boot. Bis auf weiteres…

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

„Tall Ships“ in Dänemark

„Give me a Tall Ship and a star to steer her by!“ – diese berühmte Zeile aus John Masefield’s „Sea Fever“ könnte einem in diesem Sommer auch in Dänemark in den Sinn kommen. Denn die „Tall Ships“ werden auf ihrer internationalen Regatta 2022 gleich zweimal in Dänemark gefeiert: Start der Tour

Unter Segel zur Metropole

Bild oben: London auf eigenem Kiel, kein Problem! Foto: susan-q-yin, unsplash Idylle, oder Metropole? Ein Schiff ankert in lauer Tropennacht vor einem Strand, an dem die Wipfel der Palmen im Passatwind rascheln. Und irgendwo verloren in den nordischen Schären liegt ein anderes Schiff wie auf dem Ententeich auf spiegelglattem Wasser,

Street-Food am Yachthafen, Aalborg

Das ist ideal für hungrige SeefahrerInnen: Im Yachthafen Skudehavn in Aalborg (westlich der zwei Klappbrücken über den Limfjord) kann man an der Pier längsseits festmachen, direkt vor der beliebten Street-Food Halle: Ein Tipp, der sich längst weit über Aalborg hinaus herumgesprochen hat. Es gibt hier wirklich gutes, internationales Street Food:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.