Was das Meer ihnen vorschlug

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

„Drei Männer auf einem Boot“ muss ja nicht per se spannend oder gar erzählenswert sein, doch was Tomás González daraus fabriziert hat, ist ein Kleinod, ein Kunstwerk auf dem Wasser geworden. Eine Rezension von Kirsten Panzer

Spannungsgeladen und mit jeder Menge Tiefgang kommt das im mare Verlag erschienene Buch daher. Der Titel „Was das Meer ihnen vorschlug“ lässt schon das Knistern erahnen, die Atemlosigkeit bei aller anfänglichen Stille. Er könnte auch Kitsch vermuten lassen, doch davon ist der kolumbianische Autor, der zu den wichtigsten zeitgenössischen seines Landes zählt, seemeilenweit entfernt.

Vielmehr baut sich eine Spannung wie kilometerhohe Gewitterwolken auf – den Vergleich mit Herman Melville oder Ernest Hemingway braucht er nicht zu scheuen. Oder denken wir nur an diese Atemlosigkeit, die „Das Feuerschiff“ von Sigfried Lenz beim Leser erzeugt, bei aller Langsamkeit und räumlichen Begrenztheit. 

Auch hier nun ein Boot. Ein Fischerboot. An Bord: Ein Vater, zwei Söhne. Keine 24 Stunden. Konfliktpotential? Enorm, denn das Verhältnis zwischen Vater und Söhnen ist nicht das beste. Zu herrisch war und ist er, zu hart, zu egoistisch, zu untreu, zu rücksichtslos.  

Er hat sich seine Söhne wahrlich nicht zu Freunden gemacht. 

Die Stimmung an Bord ist geladen, so wie die dunklen Wolken, die sich zu einem tropischen Gewitter zusammenbrauen. Als die drei Männer dann auch noch vor der karibischen Küste mit ihrem Fischerboot in Seenot geraten, spitzt sich die Situation zu. Unbewusst herbeigesehnte Chancen ergeben sich. 

Mehr sei nicht verraten – aber was hat das Meer ihnen vorgeschlagen?

Ein Juwel unter den „Wasserbüchern“ – Lesen!


Bitte unterstützen Sie Ihren lokalen Buchhandel für mehr Freundlichkeit und Vielfalt in Ihrer Region. Oder Sie bestellen das Buch direkt und portofrei hier und helfen uns ein wenig. Vielen Dank!
Was das Meer ihnen vorschlug - Literaturboot - Abenteuer & Fernweh, Buchkritiken, Empfehlung

1 comment for “Was das Meer ihnen vorschlug

  1. Conny Kästner
    17. Oktober 2019 at 22:33

    Schon gekauft!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Wattenmeer-Bildband: Meerlandschaften

Ein Jahr auf einer Hallig zu verbringen, das bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Diese „Hügel“ in der Nordsee, spärlich bevölkert und ziemlich isoliert, sind schon sehr spezielle Wohnorte. Der damalige Biologiestudent Martin Stock wohnte ein Jahr lang auf Langeness im

Im Sturm

Ich habe nicht vor, jemals noch einmal in einen schweren Sturm zu geraten, ich glaube, ich habe meinen Anteil daran (üb)erlebt. Da ich aber schon vorhabe, noch weiter zu segeln, lässt sich das leider auch nicht ganz ausschließen. Dennoch ist

Brel. Der Mann, der eine Insel war

Warum ist dieses Buch über das Leben des berühmten Sängers (und weniger berühmten Schauspielers) Jacques Brel so bewegend? Weil man beim Lesen spürt dass man verdammt noch mal sein Leben zu leben hat – und zwar aus dem Vollen, mit

Digitale Empfehlungen