Unter den Sternen

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Ein Mann ohne Gedächtnis wird an einer entlegenen Südseeinsel angespült und von den dort lebenden Menschen aufgenommen und gepflegt. Eine Frau erscheint ihm im Traum und hilft ihm, den Weg zurück zu seinem Gedächtnis zu finden. Das jedoch ist eine langwierige und abenteuerliche Reise, von besagter Pazifikinsel über Japan nach Wales und schließlich bis San Francisco. Nach unglaublichen Irrwegen und Zufällen findet er tatsächlich zu sich und seiner Familie zurück – nur seine von ihm über alles geliebte Frau fehlt. Die beiden waren gemeinsam während einer Segeltour in der fiktiven Inselgruppe Kanku-Shi, angelegt im Pazifik irgendwo zwischen Taiwan und Japan, verschollen. Nun macht er sich auf die Suche nach seiner Frau…

Ebenso wie sein Held Demian schrieb der Autor dieses großen Romans, der 1978 in Mailand geborene Francesco Zingoni, Songtexte für seine Rockband. Außerdem lieben und schreiben beide, Demian und Francesco, Gedichte; in diesem Roman spielt der ziemlich wirre walisische Dichter Dylan Thomas eine der Hauptrollen. Drogen spielen übrigens auch eine Rolle und tatsächlich kommt mir der Roman streckenweise reichlich psychedelisch vor. Bunt, verworren, emotional und schillernd in allen Facetten.

Deshalb ist es ein packendes Buch. Weil so ungeahnte wie unglaubliche Wendungen mich als Leser fast in dem gleichen Strudel mitgerissen haben, wie das Gefühlschaos, in dem sich der Held Demian auf seiner epischen Reise bewegt. Und es ist vor allem ein ganz wunderbares Buch. Weil das zentrale Thema so alt und so aktuell wie nichts anderes ist: Nur die Liebe! Alles andere in der Welt und im Universum zählt dagegen nichts. Und hier geht es um alles; um mehr sogar als das Leben.

Es ist erstaunlich, ein wahnsinniges Debut; dies ist der erste Roman von Francesco Zingoni und er hat gleich ein großartiges Thema großartig verarbeitet. Fast en passant werden dabei auch Dinge wie, beispielsweise, Vater-Sohn Beziehungen behandelt. Stellenweise hart auf der Kante zum Kitsch, anderswo dann auch frisch und klar wie ein schneller Roadmovie, niemals jedoch langweilig. Unter dem Titel „Demian Sideherart“ veröffentlichte er sein Buch zuerst im Eigenverlag. Erst als es durch das Internet und die Sozialen Medien quasi viral längst zum Erfolg geworden ist, wird es von einem traditionellen italienischen Verlag „entdeckt“ und danach auch in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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