Racundra’s First Cruise

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

„Häuser sind nichts als schlecht gebaute Boote, so fest aufgelaufen, dass man gar nicht daran denken kann sie zu bewegen. Sie gehören definitiv zu den untergeordneten Dingen, sie gehören zum Gemüse und nicht zur Welt der Tiere, unfähig zu fröhlicher Veränderung. Als Ausnahmen würde ich, unter Bedenken, allenfalls noch Schneckenhäuser und Caravans gelten lassen. Das Bedürfnis ein Haus zu bauen ist der müde Wunsch eines alten Mannes, der sich fortan mit einem einzigen Ankerplatz bescheiden möchte. Der Drang jedoch, ein Boot zu bauen, ist das Verlangen der Jugend, die sich noch nicht mit der Idee eines finalen Ankerplatzes abfinden kann.“

So schreibt es Arthur Ransome gleich zur Eröffnung des wunderbaren Buches „Racundra’s First Cruise“. Das Boot „Racundra“ wurde in den Jahren 1921 und 1922 in Riga, Lettland, gebaut. Ransome war damals, als Korrespondent einer englischen Tageszeitung, in Russland und im Baltikum unterwegs und segelte dann die im Buch beschriebene erste Reise mit einem alten Seemann und seiner Geliebten, ausgerechnet der Sekretärin von Trotzky, an Bord. Die Russen kannte er wohl überhaupt ganz gut: Lenin hatte er mehr als einmal in einer Partie Schach besiegt. Vielleicht hatte er ja Glück, dass er danach noch lebte! Aber vor allem wollte er auf seinem Schiff leben, solange es auf diesem relativ kleinen Boot von weniger als zehn Meter Länge eben möglich war. — Das habe ich schon auf den ersten Seiten meines eigenen Buches „Flaschenport und Wolkenkino“ über Ransomes vielleicht bestes Buch (wenn man von seinen berühmten Kinderbüchern der Swallows and Amazons-Reihe einmal absieht) geschrieben, und dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Außer vielleicht dies: Es ist ein philosophisches Buch, über das Segeln und das Leben und das Baltikum und eben auch über das Segeln im Baltikum. In dieser Ausgabe, editiert von Brian Hammett, gibt es neben den originalen Fotos und Zeichnungen auch noch Anmerkungen über die Entstehungsgeschichte des Buches und einiges mehr. Ein Juwel! In englischer Sprache.

Das Buch können Sie direkt hier und portofrei bestellen.

Oder hier bei Amazon bestellen

3 Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Couch Sailing

Per Anhalter nach Brasilien: Dies ist das Buch über eine schöne Reise. Knapp 100 Tage von Gibraltar nach Recife, eine Ozeanüberquerung und ein großes Abenteuer. Dabei zeigt sich wieder einmal, dass ein eigenes Boot zum Segeln nicht immer nötig ist. Und auch dies wird bestätigt: Tue etwas, sei aktiv, höre

Mit der Yacht auf dem Rhein

Schon im Untertitel verspricht Christian Zaloudek Tipps und Hinweise für eine sichere Fahrt. Eine Buchvorstellung von Gast-Rezensent Helge von der Linden Am Niederrhein aufgewachsen und in der Berufsschifffahrt auf dem Rhein groß geworden, ist „Zalu“ vielen aber als Segellehrer, Führerscheinprüfer und großer Charterspezialist bekannt. Seine vielen Kenntnisse des Rheins hat

So trinkt der Norden

Hier haben wir endlich ein Fachbuch nach meinem Geschmack! So trinkt der Norden: Es geht ums Trinken, das allerdings mit Stil und Verstand. Und Seefahrt und Hochprozentiges, das kann man ja ohnehin kaum voneinander trennen. Seehelden einst und jetzt kommen gar nicht ohne Alkohol aus. Die berühmt-berüchtigten Piraten waren notorische Säufer,