Er ist wirklich nicht besonders sympathisch, im Gegenteil. Er vereint so ziemlich alle Cringe-Klischees aus den Yuppie-Jahren in sich, vom Ferrari über die Dauergeilheit eines alternden Mannes auf junge Frauen über Safaris in Afrika mit Kumpels bis zu all den üblichen Orten der 1980er und 1990er Jahre mit besonders hoher Millionärsdichte: London, Dubai, schnarch. Seine Firma ist unterdessen dazu da, sehr reiche Menschen immer noch sehr viel reicher zu machen oder, wenigstens, dafür zu sorgen, dass sie nicht weniger reich werden müssen.
Und dennoch. Das, was ihm dann passiert, nach einem selbst verschuldeten Ski-Unfall nicht irgendwo in den Alpen, sondern natürlich in Val d’Isère, wünscht man nicht einmal Typen wie ihm. Denn er stirbt, einmal, auf der schwarzen Piste im zarten Alter von 60 Jahren bei dem Versuch, sehr viel jüngere und sehr viel fittere Damen zu beeindrucken.
Und er stirbt dann, hunderte von Jahren später, im Jahr des Dugong und in einer ihm vollkommen fremden Welt (fast) einen zweiten, diesmal jedoch sehr langsamen und besonders grauenvollen Tod.
Wie es dazu kam, wie er sich entwickelt und was tatsächlich geschehen war, und noch geschieht, ist eine tolle Geschichte. Die ich in einem Rutsch durchgelesen habe, es handelt sich hier um eine Novelle von gerade mal etwas über 130 Seiten. Und die uns alle angeht. Wie es so treffend auf der vierten Umschlagseite des Büchleins heißt: „Weil es jetzt auf uns ankommt, auf uns alle zusammen. Eine berührende und abenteuerliche Novelle für unsere Zeit.“
Dem kann ich nur dies hinzufügen: Unbedingt lesen! Es lohnt sich.
Das Buch jetzt gleich im Literaturboot-Biuchladen bestellen!










