Eine Künstlerin kämpft auf den Lofoten mit ihrem Sujet, mit ihrer Arbeit, vielleicht auch mit den Kritikern ihres Heimatlandes, die sie unbedingt beeindrucken und von der künstlerischen Qualität ihrer Arbeit überzeugen möchte. Es ist die Malerin Anna Boberg (1864 bis 1935), die sich mit ihrer, man könnte fast sagen: Obsession beschäftigt, dem Malen der Landschaft der Lofoten – die ja wirklich sehr beeindruckend ist. Und es erweist sich als eine echte Herausforderung, das Grandiose dieser Winterlandschaft angemessen und überzeugend auf die Leinwand zu übertragen. Denn sie reist, immer wieder, ausgerechnet in den eisigen Wintern des hohen Nordens auf die Lofoten, zieht sich dorthin zurück, alleine mit sich und ihrer Malerei. Damit beschäftigt sie sich, jahrelang, scheitert fast und am Ende gelingt es ihr offenbar doch – sie fühlt sich so sehr zu den Lofoten hingezogen, dass ihr Mann, der Architekt Ferdinand Boberg, ihr sogar eigens eine einfache, aber komfortable und solide Hütte dort bauen lässt, damit sie ihrer Berufung folgen kann. Wenn das alles ein wenig banal wirkt, dem ist nicht so, denn neben dem inneren und äußeren Erleben von Anna Boberg alleine hier auf den Lofoten werden auch die Landschaft und, leider nur eher am Rande, die alltäglichen Verhältnisse dort in den 1930er Jahren geschildert. Dabei ist das Buch durchaus poetisch und romantisch und, für Kunstinteressierte oder Fans der Lofoten zumal, wirklich lesenswert.
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