Alexander von Humboldt. Der Preuße und die neuen Welten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Noch ein Humboldt-Buch. Hier aber: Ein unterhaltsames, aber keineswegs seichtes; ein persönliches aber nicht indiskretes Werk über den schillernden Forscher, den verhinderten Weltumsegler, den Entdecker und Gelehrten. „Der Preuße und die neuen Welten“, so der Untertitel des Buches, zeigt eben dies auf. Wie seine Wurzeln, seine Zeit und Zeitgenossen ihn zwar geprägt haben, wie er aber auch aus Normen und Denkschablonen ausbricht, die Welt in jeder Hinsicht mit seinen eigenen Augen und seiner eigenen Wahrnehmung „neu“ entdeckt und dabei zuweilen erstaunlich modernes, fast revolutionäres Denken an den Tag legt. Obwohl er sich, im Dunstkreis der Mächtigen, auch opportunistisch verhalten kann; schon um die für ihn so lebenswichtige Reisefreiheit zu erlangen, was nicht immer gelingt.

Besonders beeindruckend für mich war zu lesen, wie untrennbar das Reisen und Schreiben für Humboldt miteinander verbunden war. Wie er seine wissenschaftlichen Beobachtungen und Messungen in populären Texten lebhaft und spannend präsentieren konnte; wie er sich selbst als Reisender und Abenteurer mit einer Mission darstellte. Faszinierend! Zu allen seinen anderen Verdiensten und Qualitäten kommt also hinzu, dass er auch als einer der ersten großen Reiseschriftsteller gelten kann. Der sich überdies geschickt selbst vermarkten konnte; heute hätte er wohl auch einer der modernen Social Media Stars sein können.

Jedenfalls, Alexander von Humboldt wird in diesem Buch lebendiger und menschlicher, dadurch auch sehr viel interessanter, als in vielen anderen Werken über ihn und seine Zeit. Ein sehr gelungener Mix aus Biografie und Geschichte, denn auch die wird hier anhand von Humboldts Erlebnissen und Begegnungen spannend wie in einem Roman dargestellt. Kurz: Sehr empfehlenswert!

Hier geht es zu dem Buch „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“.

Bitte unterstützen Sie Ihren lokalen Buchhandel. Oder bestellen Sie das Buch gleich hier und portofrei und helfen auch uns ein wenig damit. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Der Schimmelreiter

Über diese bekannteste Novelle von Theodor Storm muss man ja eigentlich nicht mehr viel erzählen. Eine norddeutsche Gruselgeschichte, die für wohligen Schauer vorm winterlich-prasselnden Kamin sorgt. Aber auch eine Studie über die Bewohner der Nordseeküste und ein schönes Dokument über das Leben hinterm Deich gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das

Mythos Labskaus

Kleine Kulturgeschichte vom Labskaus: Immerhin hat es der rosa Brei vom Seemannsfraß zum Spezialitätengericht in einigen feinen Restaurants an der Küste geschafft; vom Smutje zum Sternekoch hat so jede ein ganz eigenes Rezept. Eine davon finden sich in diesem Buch, neben vielen anderen Geschichten. Das kann doch einen Seemann nicht

River. Die Toten und die Lebenden

Eine Welt am Fluss, die Welt in einem Dorf. Das Dorf ist der Hamburger Edelvorort Blankenese, ein altes Fischer- und Lotsendorf, das ob seiner pittoresken Anlage zu einem bevorzugten Wohnort des hanseatischen Establishments wie der Neureichen geworden ist. Hier wohnen noch Lotsen und Handwerker, aber auch die Chefredakteure, Bankvorstände, Großindustriellen

Digitale Empfehlungen