St. Malo und ein Fazit.

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Saint Malo, die alte Seefahrerstadt, Korsarennest, aber auch Hauptquartier der mittlerweile ausgestorbenen „Kap Horniers“: Unsere letzte Station in der Bretagne. Eine wunderbare Stadt innerhalb der wuchtigen Mauern, von denen aus man schöne Blicke über das Meer genießen kann. Eine höchst lebendige Stadt, zum Shoppen, Essen, Trinken, Genießen – ganz Frankreich, eben. Dazu eine bemerkenswerte Überraschung, die an Paris erinnert: Viele sehr schöne Buchläden und Antiquariate, wahre Schatzkisten der Literatur! Auch die alten Seefahrer waren offenbar Leser und Literaten… dabei sind auch der Hafen und die Seefahrt hier noch äußerst lebendig. Der Yachthafen ist groß und proppevoll mit Booten aller denkbaren Form und Größe, und während wir in der Stadt sind wird hier die erste Etappe der „Tour de Bretagne à la Voile“ gestartet, einer Regatta rund um die bretonische Halbinsel, die offenbar auch ein großes öffentliches und Medieninteresse generiert. Ein wahrhaft krönender Abschluss unserer schönen „Tour de Bretagne à la WoMo“!

Das ruft natürlich nach einem Fazit. Urlaub, an Land, mit dem Wohnmobil – ja oder nein, pro und contra, plus oder minus? Es war eine spannende Erfahrung, aber so bald werden wir sie nicht wiederholen. Dabei war es wirklich ganz nett, vor allem hier in Frankreich, in der Bretagne wo man als Wohnmobilist zum Beispiel gar nicht auf Campingplätze angewiesen ist: Es gibt hier eine wunderbar gut ausgebaute und freundliche Infrastruktur für Wohnmobile. Ja, man darf nicht überall hin, viele Bereiche in den Ortskernen und viele Parkplätze sind für die großen „Land Cruiser“ gesperrt – aus gutem Grund. Dafür jedoch werden Alternativen geboten, Park- und Stellplätze explizit für Wohnmobile, komplett meist mit Entsorgungsstellen für die Toiletten und Abwasser und einer Versorgung mit Frischwasser (fast immer) und Strom (nur selten). Allerdings sind wir verdorben – zu deutlich wurde es, wie privilegiert man ist, mit dem (eigenen) Schiff unterwegs sein zu können. Noch sehr viel freier und selbst bestimmter als mit dem Landfahrzeug: „Far from the madding crowd“! Gut, die Reichweite vor allem in einem kurzen Urlaub ist begrenzt, doch die Qualität des Reisens, Wohnens, Erlebens ist einfach eine ganz andere. Und dann kann man ja auch nicht nur Wohnmobile, sondern auch Yachten chartern…

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