Bretagne für Segler – Teil 5

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Bretagne mit dem Wohnmobil. Eine Land-Kreuzfahrt. Dennoch, die Bretagne ohne Meer, das kann man sich nicht vorstellen. Die Bretagne ohne Segeln, ohne Segler, das kann und will ich mir nicht vorstellen. Muss ich auch nicht: Wo immer wir an der langen und wunderschönen Küste sind, die ja oft auch schroff und felsig und von heftigen Gezeiten umspült ist findet sich ein Hafen, eine Bucht in der Boote liegen, ein Strand von dem aus gesegelt, gesurft, gekitet wird. Und wenn das Wasser mal weg ist, was bei ebbe hier ja regelmäßig der Fall ist, dann wird eben an Land gesegelt. Mit Strandseglern oder sogar einfach langen Skateboards auf denen ein Windsurfer-Rigg montiert wird. Egal, wie: Hauptsache Segeln.

eric tabarly

Nein, ein Nachwuchsproblem für den Segelsport haben die Franzosen im allgemeinen und die Bretonen im ganz speziellen wohl eher nicht. Wie auch, im Land der Hochseehelden und Rekordjäger, auf gigantischen Multihulls oder Monos, alleine oder in der Equipe, im Land des Solitaire du Figaro und des Mini-Transat und was ich ich was noch allem. Und in einem Land, das Menschen hervor gebracht hat wie Eric Tabarly. Den wir in Lorient bei einem Besuch in der fantastischen „Cité de la Voile Eric Tabarly“ im Geiste erleben. Denn diese Einrichtung, gleich neben den gigantischen U-Bootbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg gelegen welche die Deutschen hier als Erbe hinterlassen haben – heute eher Mahnmale gegen den Wahnwitz dieses und aller Kriege – , die Cité de la Voile Eric Tabalry ist einmalig. Ein Segelzentrum zur Förderung des Segelns auf allen Ebenen, ein lebendiges Museum, welches das Segeln und vor allem das in Frankreich so populäre Hochsee-Rennsegeln den Besuchern sehr plastisch nahe bringt. Zum Mitmachen und erleben, anfassen und ausprobieren, mit Multimedia-Präsentationen und sogar einem wirklich tollen Open 60-Simulator. Meine Kinder jedenfalls waren begeistert und ich wette, dass es alle anderen Kinder hier, und die Erwachsenen, auch waren und sind. Sogar selber segeln kann man, in Optis und Mini-12ern auf dem Fluss vor dem Zentrum. Angeleitet und begleitet von Segellehrern, die Kinder in de Optis in einem abgeschlossenem Becken im Fluss, ganz wie in einer Fischfarm. Genial!

Das einzige Problem: Danach, oder auch nach dem Besuch der Marina Moulin Blanc in Brest oder einer der vielen kleinen Häfen fällt es nicht unbedingt leichter, wieder an Bord des Landmobils zu gehen…

Mehr über Eric Tabarly, der 1988 in der Irischen See über Bord und verloren ging, hier.

Foto rechts oben: Pen Duick in der Bucht von Lorient – von Bruno Corpet

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