Auf einem Hausboot ist jeder Tag wie Urlaub

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Hausboote sind eine Welt für sich. In diese eigene Welt führt das Buch von Udo A. Hafner und Torsten Moench. Darin informieren die Autoren umfassend über „Typen, Technik und Konstruktionen“ der schwimmenden Domizile. So romantisch ein derartiges Heim auch ist, es wirft doch auch jede Menge praktischer Fragen auf. In einem Interview erläutert Hausboot-Besitzer und Experte Torsten Moench, welche Voraussetzungen notwendig sind, um selbst ein Leben auf dem Wasser in Betracht zu ziehen, für das sich immer mehr Menschen begeistern

Seit vier Jahren ist Torsten Moench (49), Journalist und Buchautor, stolzer Besitzer des Hausbootes „Domus Monachus“, das im Tatenberger Hafen im Südosten Hamburgs liegt.

Der Diplom-Ingenieur hat das schwimmende Domizil selber konstruiert und mit Freunden in nur drei Monaten Bauzeit aufs Wasser gebracht.

Porträt_Torsten_Moench

Herr Moench, Hausboote liegen voll im Trend. Was macht die Faszination dieser „schwimmenden Domizile“ aus?

Moench: Menschen suchen seit jeher die Nähe zum Wasser. Da ist es nur logisch, den nächsten Schritt, also den aufs Wasser, zu gehen. Jeder, der schon einmal längere Zeit auf dem Wasser, sei es auf dem eigenen Boot oder einer Charteryacht, verbracht hat, weiß um die Entspannung, die sich schon nach wenigen Stunden bemerkbar macht. Lebt man auf einem Hausboot, ist jeder Tag ein Urlaubstag.

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Welche Voraussetzungen müssen zukünftige Hausboot-Besitzer mitbringen, um ein Leben auf dem Wasser in Betracht zu ziehen?

Moench: Hier fallen mir in erster Linie zwei wesentliche Faktoren ein. Erstens: Ohne eine gewisse Affinität zu den Elementen und der Natur geht es nicht. Wind, Regen, Bewegungen und zunächst ungewohnte Geräusche gehören zum Bordalltag. Auf einem Hausboot erlebt man die Natur viel intensiver als in einer Großstadtwohnung oder einem Landhaus. Zweitens: Räumliche Begrenzungen müssen in Kauf genommen werden. Mit wenigen Ausnahmen bieten Hausboote weniger Platz, als man es von herkömmlichen Häusern gewohnt ist.  Doch darin liegt natürlich auch ein Vorteil: Überflüssiges fliegt ganz automatisch von Bord.

Maritimes Bild - martime picture

 

Was sind die größten Probleme, mit denen sich Hausboot-Bewohner auseinander setzen müssen ?

Moench: Das Hauptproblem ist und bleibt der rechtlich einwandfreie Liegeplatz. Nur wenige Kommunen, wie beispielsweise Hamburg, haben klare Richtlinien, nach denen Hausboote genehmigt werden. In der allermeisten Fällen müssen Hausboot-Interessenten sich auf einen beschwerlichen Weg „durch die Instanzen“ begeben. Hier wäre eine Vereinfachung seitens der Behörden wünschenswert.

Zur Buchrezension

Zum Buch „Flaschenpost und Wolkenkino“ – Eine Familie lebt an Bord

 

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