Der Duft des Frühlings…

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Nun ist es nicht mehr weit hin bis zum Frühlingsanfang, Gottseidank. Die Krokusse sprießen, der Schnee schmilzt, die Boote werden ausgemottet. Was aber macht man, um den Frühling würdevoll zu begrüßen? Man verbrennt seine Socken, na klar, was sonst!

Allerdings wäre es ratsam, sich dabei in Luv vom Feuer aufzuhalten. Vor allem, wenn es gleich ein ganzer Haufen Socken ist, der hier verqualmt. In den USA jedenfalls und dort vor allem an der vornehmen Ostküste ist das Verbrennen der Wintersocken ein festes Ritual, das hunderte von Seglern alljährlich feiern. Diese schöne Tradition reicht zurück in die 1980er Jahre und wurde angeblich von Bob Turner, damals Manager der Annapolis Yachtwerft, eingeführt. Den ganzen Winter über hatte er an „ALS“ (Anderer Leute Schiffe) gearbeitet und sich dabei Schleifstaub, Glasfasern, Metallspäne, Lackreste, Epoxykleckse und was nicht alles auf die Socken gekleckert. Eines Jahres, am ersten Frühlingstag, zog er seine Socken aus, drapierte sie in einem Farbeimer, füllte den mit Benzin und flambierte das Ganze, während er mit einem kalten Bier auf den Frühling anstieß.

Heute hat sich das etwas ausgeweitet und viele Beteiligte schlürfen zum Sockenverbrennen auch gerne Austern und Weißwein. Und schließen dabei Wetten ab, wie lange es wohl dauert, bis die Sockenlosen Zehen in den Deckschuhen festgefroren sind. Aber wer Socken in Bootsschuhen trägt, ruft auch „Ahoi“ und pfeift an Bord: Ein absolutes No-No und, stilistisch betrachtet, eine grobe Peinlichkeit, etwa so schlimm wie „weiße Socken in Sandalen“ oder „Jeans mit Bügelfalte“.

Obwohl – Punk – Anarchie – na egal. Hauptsache, der Frühling ist endlich da!

Wer braucht da noch Socken???

Buchtipps: John Rousmaniere, The Book of Wooden Boats und: Annapolis Book of Seamanship (neue Ausgabe erscheint im September)

 

Die Bilder aus der Galerie wurden freundlicherweise von Sebago zur Verfügung gestellt.

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