Maritimea

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Vier Kilo Meer! Übersichtlich, strukturiert und beinahe endlos bietet der Wasserwälzer  „Maritimea“ geballtes Wissen über das Meer.

Das Autorenteam um den Herausgeber Charles F. Gritzner hat das geschaffen, was jeder, der auch nur ein wenig für das Meer empfindet, unbedingt neben dem Sofa liegen haben muss. Vielleicht fängt man mit diesem Buch auch wieder an, am Tisch zu lesen, vorn übergebeugt und langsam blätternd, um wirklich alle Einzelheiten mitzubekommen, um auf den Karten mitzureisen, in der Geschichte zu stöbern  und in den Tiefen des Ozeans eintauchen zu können.

Mit Maritimea ist ein Standardwerk erschienen, das die Faszination des Meeres in allen Facetten widerspiegelt – und das auf dem neuesten Stand der Forschung. Die Themen des Buches reichen von der Entstehung der Ozeane, den Veränderungen im Schiffbau und den Entwicklungen in den Navigationsmöglichkeiten  im Laufe der Jahrhunderte über die Piraterie bis hin zu aktuellen Themen wie Walfang, den präsenten territorialen Diskussionen über Unterwasserressourcen und das noch immer weitgehend unentdeckte Leben in der Tiefsee.

Dazu kommt eine reiche, phantastische Bebilderung  mit mehr als 600 vor allem im Kontext außergewöhnlichen  Fotos und  übersichtlichem Kartenmaterial.

So ermöglicht das Meeresbuch einen Einblick in die Vielfältigkeit des Wasserlebens und gibt gleichzeitig Antworten auf Fragen nach über 50000 Kilometer langen Gebirgsketten, nach dem tiefsten Punkt der Erde oder der kleinen Qualle, die mit nur einem Tentakel leicht 60 Menschen töten könnte.

Beim Hineintauchen in die Buchseiten versteht man Arthur C. Clark, dessen Zitat dem Buch vorweg gestellt ist: „Wie unangemessen, diesen Planeten Erde zu nennen, ist er doch eindeutig Planet Ozean“.

Als Bettlektüre eignet es sich allerdings nicht. Fürs Bett ist das Buch zu groß, fürs Ausleihen zu schwer.

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