Hafentango

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Øllerup an einem Dienstagnachmittag. Verschiedenste Segelyachten machen in dem dänischen Hafen fest: Die Clique auf der Charter-Bavaria, die Familie auf der Comfortina, das Paar auf dem nordischen Folkeboot. Keiner ahnt, dass dieser kleine Hafen für mehrere Tage zum Gefängnis werden wird. Ein Sturmtief (und die vor selbigem flüchtende, die Hafenausfahrt versperrende große Motoryacht Amigo) machen ein Auslaufen unmöglich.

„Aus Touristen waren Gestrandete geworden, vom tosenden Sturm an ein unbekanntes Gestade gespült.“ Zunächst wird nach Möglichkeiten zum Zeitvertreib gesucht. Doch dann treten innerhalb der Notgemeinschaft vielfältigste Spannungen auf. Folkeboot-Segler Volker trifft nach vielen Jahren seinen ehemals besten Freund Tom. Dem er die Frau ausspannte, die nun prompt größtes Gefallen am Wiedersehen ihres ehemaligen Geliebten findet. Einige der Segler versuchen, mit detektivischem Gespür dem massenhaften Fischsterben in der örtlichen Fischzucht auf den Grund zu gehen. Und die schlechte Stimmung der Comfortina-Crew entlädt sich im Ausrasten von Mutter Katharina auf der samstäglichen Party: „ich hasse segeln“. Damit nicht genug, ist vor der Wetterbesserung am Sonntag gar noch ein Toter zu beklagen.

Sabine Stein kann wahrlich schreiben. Viele nette, gut überlegte Kleinigkeiten machen den Text sehr kurzweilig und unterhaltsam. „Hafentango“ ist nicht in erster Linie ein Segelroman. Die Geschichte könnte ebenso auf einer Skihütte in den Alpen spielen. Vielmehr ist das Buch eine gelungene Charakterstudie, die lediglich durch das abschreckende Titelbild und einige Unstimmigkeiten getrübt wird.

Jetzt bestellenBücher portofrei bestellen!
Jetzt bei www.buecher.de!
Hafentango - Literaturboot - Romane & Literatur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennen Sie jemanden, der das gern lesen würde? Hier klicken und teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Das interessiert Sie vielleicht auch

Detlef Jens - Black Jack, Ein Schiff verschwindet
Black Jack

Eine Rezension von Hella Peperkorn Kommissare gibt’s viele, die an Frankreichs bezauberndsten Ecken berüchtigte Verbrechen lösen. Die Ingredienzien stimmen meist überein und verführen den geneigten Krimileser in ein genussvolles französisches savoir vivre. Mit seinem Vollblutsegler, Fabian Timpe, ist es Detlef Jens jedoch gelungen, eine neue Farbe in die Krimisee zu

Black Jack

Wenn ein Herzblutsegler, Weinliebhaber, Frankreichverehrer mit Buchstaben umgehen kann, weil er zum Geldverdienen als Fachautor, Redakteur und Journalist arbeitet, dann kann nur so ein Erstlingsroman dabei herauskommen. Ein Krimi sollte es sein, inspieriert von seinem Freund, der einst wie die Hauptperson im Roman als Yachtdektiv unterwegs war, Regatten segelt und

Die Farbe der See

Allmählich könnte es Zeit werden, den Wunschzettel zu schreiben und die Geschenke für Familie und Freunde zu besorgen. Dieser packende Segelthriller geht immer, vor allem auch, um den langen, für viele denn ja doch Segelfreien Winter zu überbrücken… Starboot Weltmeisterschaft 1939 auf der Kieler Außenförde. Mit dabei ist der junge

Digitale Empfehlungen