Johannes Holst Maler der See

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Johannes Holst von der Elbinsel Altenwerder war ein begnadetet Chronist der See. Walter König, der den Maler persönlich kannte, präsentiert jedoch den „ganzen Holst“, also auch den Segler, Bootsbauer, Musikfreund, Geigenbauer und Vater. 1880 (wie Gorch Fock) geboren, begann Johannes Holst mit 14 Jahren seine Malerlehrer bei Hinrich Paul Lüdders. Ein Glücksgriff, ist der Dekorationsmaler auf der Elbinsel Finkenwerder doch auch Schiffsporträtist und Musiker. Schon im ersten Lehrjahr malte Holst ein Schiffsporträt und nach der Lehre war der Berufswunsch klar: Marinemaler. 23-jährig wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit, begann die Zusammenarbeit mit der Galerie Commeter und genoss aufgrund der seemännischen Detailtreue seiner Bilder bald hohes Ansehen.

„Nebenbei“ fertigte Multitalent Holst rund 200 Geigen und andere Streichinstrumente, seine Segelyacht „Mia Lisa II“ baute er selbst und blieb Zeit seines Lebens begeisterter Segler. Walter König berichtet von den zahlreichen Schicksalsschlägen im Leben des genialen Malers und schätzt, dass in den über 70 Jahren seines künstlerischen Schaffens (Holst starb 1965) zwischen 1500 und 2000 Gemälde entstanden. Sie zeigen die große Zeit der Windjammer, setzen den Ewern und Kuttern auf der Elbe ein Denkmal und faszinieren mit packenden Regatta-Szenen.

König präsentiert das erste Werksverzeichnis mit allen derzeit bekannten 935 Holst-Gemälden. 157 davon werden meist ganzseitig, teils mit Ausschnittvergrößerungen, gezeigt. „Ich habe in meinem Leben immer nur das getan, was mir Freude macht“, sagte Joh’s Holst 1961. Dazu gehörte in erster Linie das Segeln. Welch‘ grandiose Bilder aus dieser Leidenschaft entstanden, zeigt dieser empfehlenswerte Prachtband. Chapeau!

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